"Ein guter Tag für Homberg": Duisburg Kontor vermarktet fortan Glückauf- und Rheinhausenhalle

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Fotos: Frank Preuß
  Die Homberger Glückaufhalle kann nach ihrer Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft bald wieder für Sport-, Kultur- und andere Events genutzt werden. Für deren Vermarktung ist fortan, wie auch für die Rheinhausenhalle, die Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH (DKH) zuständig.

Dieser Tage erfolgte mit Vertretern aus Bezirk, Stadt, Land und Bund die Übernahme. Ein Blick zurück: Im September 2015 hatte die Stadt Duisburg die Glückaufhalle als Flüchtlingsunterkunft für etwa 250 Asylbewerber eingerichtet (wir berichteten). Nach der gut 16-monatigen Zwischennutzung musste der Bodenbelag und die Sanitäranlagen erneuert werden. Nun findet bereits am 12. Januar in der Glückaufhalle das erste Kulturevent des Jahres statt. Ab 17. Januar startet dort das Training für die Sportvereine und ab März die Vereins-Wettkämpfe.

Die Auslastung beider Hallen war vor ihrer Zwischennutzung gut. Was ändert sich nun nach der Übernahme durch die DKH, die bereits für das Veranstaltungsmanagement der Mercatorhalle und des Landschaftsparks Nord zuständig ist? „ Wir möchten die Abläufe verbessern sowie eine höhere Auslastung und bessere Wirtschaftlichkeit in beide Hallen bringen“ erklärt DKH-Geschäftsführer Peter Joppa. Hierfür verfüge man über umfangreiche Kontakte zu Veranstaltern sowie ein ausgezeichnetes Netzwerk. Joppa: „Wie können für ein größeres kulturelles Angebot in Duisburg sorgen. Das kann ein einzelner Bezirk nicht leisten.“ Fortan werden zwei Mitarbeiter die Rheinhausenhalle und einer die Glückaufhalle betreuen. Vor der Übernahme waren die Bezirksämter für die Hallen zuständig gewesen. Die städtischen Mitarbeiter, die vorher die Hallenverwaltung zuständig waren, werden weiterhin für kulturelle Belange oder in anderen Aufgaben tätig sein.

Großer Dank an Vereine und Bürger


Der Übernahme-Termin war für Oberbürgermeister Sören Link auch ein Anlass, um Vereinen und Bürgern seinen Dank auszusprechen. Für die Akteure aus dem Sportvereinsleben war die Zeit der Zwischennutzung eine große Herausforderung „mit vielen Abstrichen“ gewesen. Link: „Das Engagement des Stadtbezirks war beeindruckend.“ Nur eine Veranstaltung musste ausfallen. Die Künstler, die beim Ball der Schifffahrt auftreten sollten, verzichteten auf ihre Gagen und die Karteninhaber auf Erstattung des Eintrittspreises, so dass das Geld gespendet werden konnte. Auch DuisburgSport-Geschäftsführer Jürgen Dietz lobte: „ Die Solidarität, die sich während der Belegung der Halle als Flüchtlingsunterkunft innerhalb der Vereine im Stadtsportbund gezeigt hat, war ernorm.“

Bezirksbürgermeister Hans Paschmann hob die Bedeutung der Glückaufhalle hervor: „Für den Sport ist es wichtig, die Halle wieder nutzen zu können. Da eine Halle gesperrt und eine weitere nicht mehr vorhanden ist, wird dringend ein Platz benötigt, um Wettkämpfe durchführen zu können.“ Dem schloss sich Stadtsportbund-Vorsitzende Rainer Bischoff an: „Dies ist ein guter Tag für Homberg und den Homberger Sport. Die Sportvereine sind ihrer gesellschaftlichen Aufgabe bewusst. Und gesellschaftliche Aufgabe bedeutet auch, dass man integriert und sportliche Angebote macht.“

Einen Wunsch schreibt sich die DKH, die sich etwa sechs bis zwölf Monate Zeit für die Einarbeitung einräumt, gern auf die Agenda: Die Wiederbelebung der Gastronomie der Rheinhausenhalle. Außerdem werden die Vereine Schlüsselgewalt bekommen. Und: „Wir sind auch im Gespräch, um Schulsport in der Glückaufhalle anbieten zu können“, so Joppa.
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