Ein toller Tag für die Demokratie

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Podiumsdiskussion zur Landtagswahl


Hochkonzentriert und mit großem Interesse verfolgten etwa 170 Schülerinnen und Schüler des Duisburger Mercator-Gymnasiums die Statements der Politiker zur Landtagswahl am 14. Mai. „Mama ist die Beste, aber wen soll man bloß wählen? - Muttertag: Landtagswahlen in NRW“ war das Motto einer Podiumsdiskussion, die von den beiden Schülern Mehmet Can Ider und Filippo Brunetto initiiert worden war. Und Ider hatte dabei auch eine klare Vorstellung: „Politik ist ein großer Teil meines Lebens. Ich möchte Euch mit der Veranstaltung die Hürde nehmen, am politischen Leben teilzunehmen!“, wandte er sich zu Beginn der Diskussion an seine Mitschüler.


Am 14. Mai 2017 sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Anlass also genug, um über aktuelle politische Herausforderungen und die Vorstellungen von einer verantwortungsvollen Landesspolitik zu diskutieren. Neben dem Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff (SPD) waren auch die Direktkandidaten der Duisburger Wahlkreise I-III Nicolas Back (CDU), Phillip Becker (FDP) und Lukas Hirtz (Die Linke) sowie Felix Banaszak (Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen) der Einladung gefolgt. Moderiert von Stefan Honig (JEF) stellten die Politiker jeweils ihre Positionen vor.

Bildungspolitik stand ganz oben auf der Agenda. Und dem Plenum wurden die unterschiedlichen Ansätze der Kandidaten und Parteien schnell deutlich. Beim „Heimspiel“ durfte Nicolas Back von der CDU, der einen Kooperationskurs am MG besucht hatte, die Diskussion eröffnen. Die CDU wolle weiter an G8 (Turbo-Abitur) festhalten, es aber reformieren. „Wir setzen auf die Wahlfreiheit“, so Nicolas Back. Hoch kontrovers diskutiert wurde das Thema Innere Sicherheit. Dabei ging es um die unmittelbare Sicherheit bei Einbruchsdelikten, und insbesondere die personelle Ausstattung der Polizei erwies sich als ein Reizthema. Auch die Themen Infrastruktur und Wirtschaftsstandort NRW ließen den Schülerinnen und Schülern Raum für viele interessierte Fragen an die Politiker.
Insgesamt waren die Schülerinnen und Schüler, aber auch die begleitenden Pädagogen begeistert von der Veranstaltung. Es war eine spannende Diskussion auf dem Podium und mit dem Plenum unter der souveränen Moderation von Stephan Hornig. Besonders beeindruckend waren die Ernsthaftigkeit und Klarheit, mit der einzelne Schülerinnen und Schüler aus dem Plenum sich durch ihre Fragen an die Politiker an der mehr als zweieinhalbstündigen Diskussion beteiligten und diese erweiterten.
Auf den Fluren konnte man später immer wieder Zustimmung zu einzelnen Positionen hören, aber auch kritische Auseinandersetzung. „Politik wird lebendig!“, rief eine gut gelaunte Oberstufenschülerin nach Verlassen der Aula. Und Sozialwissenschaftslehrerin Alexandra Pues stellte begeistert fest, dass mit derartigen Veranstaltungen ein sehr sinnvoller Beitrag zu einem grundsätzlichen Demokratieverständnis geleistet werden könne.
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