Eine Grundschulmutter im Duisburger Norden vor wichtiger Entscheidung

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Duisburg: Hamborn/Walsum | Sabine Genk (Name geändert) macht sich Gedanken. Ihr Kind besucht die vierte Klasse einer Grundschule im Duisburger Norden. Im Februar muss sie ihr Kind an einer weiterführenden Schule anmelden. Natürlich wird sie berücksichtigen, welche Schulformen die Klassenlehrerin empfehlen wird. Aber bindend ist diese Empfehlung nicht. Sie will einfach nur die beste Entscheidung für ihr Kind treffen. Von Bekannten hat sie bereits einiges über die einzelnen Schulen gehört, die einen durchaus unterschiedlichen Ruf in der Bevölkerung genießen.

Übersicht verschaffen

Welche Schulen kommen in Hamborn und Walsum überhaupt in Frage? Mit der Walsumer Ludgerusschule die letzte Hauptschule, deren Tage wegen fehlender Nachfrage gezählt sein dürften; eine Sekundarschule in Hamborn, die 2014 anstelle der Realschule an der Kalthoffstraße an den Start gehen soll; eine Walsumer und drei Hamborner Gesamtschulen (Herbert-Grillo-G., Leibniz-G. und G.Emschertal); mit der Realschule Fahrn eine Realschule an der Nahtstelle beider Stadtbezirke sowie ein Walsumer Gymnasium (KGW) und zwei Hamborner Gymnasien (Elly-Heuss-Knapp-Gymn., Abteigymn.).

Eltern entscheiden über Erhalt der Hamborner Realschule

Eine Besonderheit erfährt Sabine Genk: Bislang erfreute sich die Realschule an der Kalthoffstraße bei den Grundschuleltern großer Beliebtheit. Da 2014 diese Hamborner Realschule nach dem Willen der politischen Mehrheit im Duisburger Rat keine Anmeldungen mehr entgegennehmen soll, um einer Sekundarschule Platz zu machen, dürften die meisten Realschulinteressenten unter den Eltern auf die Realschule Fahrn ausweichen, die aktuell schon über die höchsten Anmeldezahlen aller Duisburger Realschulen verfügt. Sollte die Sekundarschule im Februar 2014 keine 75 Anmeldungen erhalten, was passieren kann, zumal jüngst nur 33 Hamborner Eltern der jetzigen Viertklässler im Rahmen einer Elternbefragung ihre Absicht erklärt haben, ihr Kind ganz bestimmt an der Sekundarschule anzumelden, so wäre auf Grund des Schulgesetzes die umstrittene Sekundarschule gescheitert und die Realschule an der Kalthoffstraße würde wieder Anmeldungen für den künftigen 5.Jahrgang entgegennehmen. Ein zweites Anmeldeverfahren würde die Karten wieder neu mischen.

Tage der Offenen Tür und Infoveranstaltungen nutzen

Sabine Genk weiß mit dem, was die Politik da macht, nicht recht was anzufangen. So kommt sie zu dem Schluss, dass sie sich selbst ein Bild von den Schulen machen muss. Nach einer Vorauswahl klickt sie die Homepages der in Frage kommenden Schulen an und schreibt sich die Termine für die Tage der Offenen Tür und für Informationsveranstaltungen heraus. Die ersten Termine, so stellt sie fest, liegen bereits im November. Auch wenn sie einiges an Zeit für die Wahrnehmung der Termine aufbringen muss, ihr Kind ist es ihr wert. Schließlich möchte sie doch eine optimale Entscheidung für ihr Kind.
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