Einen Euro mehr für 11220 Reinigungskräfte, die die Stadt Duisburg, den Kreis Kleve und den Kreis Wesel Tag für Tag sauber halten

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Einen Euro mehr fürs Saubermachen: Die IG BAU will, dass heimische Reinigungskräfte besser verdienen und mehr Anerkennung bekommen. (Foto: IG BAU)

Zum Internationalen Tag der Gebäudereiniger am Donnerstag (15. Juni)

Sauberer Lohn fürs Saubermachen – raus aus dem Niedriglohn: Rund 11220 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer gibt es in Duisburg, im Kreis Kleve und im Kreis Wesel. „In Schulen und Altenheimen, in Büros und Fabriken machen sie einen sauberen Job. Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spät abends oder früh morgens“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am kommenden Donnerstag (15. Juni) fordert sie faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten der Branche. „Alle, die Duisburg, im Kreis Kleve und im Kreis Wesel sauber halten, haben Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Sie machen einen Knochenjob. Büros, Flure, Fenster … und Toiletten zu putzen, ist harte Arbeit“, sagt Karina Pfau.

Für die Bezirksvorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein ist es besonders wichtig, dass zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, auch eine faire Bezahlung gehört: „Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, auch einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Und dieses Geld muss auch bei denen ankommen, die die Arbeit machen.“

Deshalb fordert die IG BAU in der laufenden Tarifrunde jetzt einen Euro pro Stunde mehr für alle Reinigungskräfte. Zudem soll es ein Weihnachtsgeld geben. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung liegt derzeit bei 10 Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger haben einen Mindest-Stundenlohn von 13,25 Euro.

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Hintergrund-Info
zum Tag der Gebäudereinigung

Der „Tag der Gebäudereinigung“ erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Century-City, dem Kommerz-Viertel von Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden brutal von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger- Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte schließlich zu einer 25%-igen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen.

Dieser Vorfall markiert einen Wendepunkt in der Kampagne „Justice for Janitors“. Der 15. Juni wird seitdem international als „Justice-for-Janitors-Day“, in Deutschland als „Tag der Gebäudereinigung“, begangen.

Im Herbst 2009 gab es in Deutschland den ersten bundesweiten Gebäudereiniger- Streik.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Duisburg-Niederrhein
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