Zwischen 2009 und 2011 förderte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Anschaffung von Bussen mit Hybrid-Antriebstechnologie durch seine Verkehrsunternehmen mit insgesamt 30 Millionen Euro. Heute trafen sich auf dem Betriebshof der SWK STADTWERKE KREFELD mehr als 120 Politiker, ÖPNV-Praktiker, Medien- und Branchenangehörige, um den aktuellen Stand der Hybridtechnologie zu diskutieren und über 20 Hybridbusse aus dem Verbundraum in der Praxis zu erleben. NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger und Dr. Veit Steinle, Abteilungsleiter beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erläuterten strategische Ziele und Planungen ihrer Häuser. Martin Husmann, VRR-Vorstandssprecher, zog ein positives Fazit zum Förderprogramm.
„Das Land Nordrhein-Westfalen ist als verkehrsreichstes Bundesland höchst interessiert daran, den Verkehr ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähig zu entwickeln. Projekte wie die Hybridbusflotte im VRR markieren einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg“, betonte NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger. Er dankte für das große Engagement des Verkehrsverbunds, der sechzehn Verkehrsunternehmen und der fünf Hersteller. Dr. Steinle vom Bundesverkehrsministerium stellte den aktuellen Stand des Förderschwerpunktes Elektromobilität in Modellregionen dar: „Durch erfolgreiche Einzelprojekte wie der Hybridbuseinsatz im VRR, der in die Modellregion Rhein-Ruhr eingebunden ist, wird der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität mit Leben und technischen Erfolgen gefüllt. Der ÖPNV ist ein vielversprechendes Einsatzgebiet für die Elektromobilität. Dies hat der VRR mit der Modellregion Rhein-Ruhr eindrucksvoll bewiesen. Deshalb wird die Bundesregierung dieses Thema auch weiterhin engagiert begleiten.“
Aus Sicht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr bewertete der Vorstandssprecher Martin Husmann das Projekt positiv: „Wir haben mit der Hybridbusförderung unsere Zielsetzung erreicht: Die Fahrzeuge sind nahe an der Serienreife, der Markt hat sich überaus positiv und dynamisch entwickelt. In der anstehenden Konsolidierungsphase muss sich die Brückentechnologie hin zu einem Busantrieb ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe noch weiter bewähren. Der VRR wird auch weiterhin die Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien beobachten und gegebenenfalls zielorientiert fördern.“
Gastgeber Carsten Liedtke, Sprecher des Vorstands der SWK STADTWERKE KREFELD, war über die zahlreichen Besucher und deren Wissensdurst sehr erfreut. „Hier in Krefeld gehören Hybridfahrzeuge schon zum Straßenbild, sei es als Linienbus oder Abfallsammler, unsere Erfahrungen und auch die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung geben wir hier gerne weiter. Neue Technologien wie die Hybridtechnik lassen sich am besten in der gemeinsamen Diskussion bewerten und weiterentwickeln. Wir freuen uns, bundesweit an der Spitze dieser Entwicklung zu stehen und werden diesen Weg konsequent verfolgen.“
In weiteren Vorträgen wurden den Besuchern die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleitforschung zum Einsatz der Hybrid-Linienbusse und die Erfahrungen der VRR-Verkehrsunternehmen näher gebracht. Im anschließenden Praxisteil fanden Rundfahrten mit verschiedenen Typen von Hybridbussen auf dem Betriebsgelände statt, an einem Dacharbeitsstand wurde die Hochspannungs- und Speichertechnik anschaulich erklärt. Alle sechzehn Verkehrsunternehmen hatten einen oder mehrere Busse zur Verfügung gestellt, sachkundige Mitarbeiter beantworteten alle aufkommenden Fragen.
Diese Nachricht des VRR hat mich schon am 12. Juni 2012 erreicht. Irgendwie habe ich es geschafft, diese Nachricht bis dato zu vernachlässigen. Daher veröffentliche ich sie hier mit etwas Verspätung.
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Viel Spaß beim Betrachten der Fotos.