G20-Gipfel - Hamburg im Ausnahmezustand

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Duisburg: Hamburg | Am kommenden Freitag, dem 7.Juli 2017 treffen sich die politischen Vertreter der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg zum zweitägigen G20-Gipfel.

Im Einzelnen sind das:


Argentinien
Australien
Brasilien
Volksrepublik China
Deutschland
Frankreich
Vereinigtes Königreich
Indien
Indonesien
Italien
Japan
Kanada
Südkorea
Mexiko
Russland
Saudi-Arabien
Südafrika
Türkei
Vereinigte Staaten
Europäische Union

Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch manche Gast-Nationen und Gast-Institutionen.

Der Gipfel ist ein informelles politisches Treffen, von dem keine entscheidenden Beschlüsse erwartet werden können. Womöglich werden allerdings Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und Willensbekundungen verabschiedet, mit denen die Vorschläge des Think Tanks 20 (T20) aufgenommen werden, eines Zusammenschlusses zahlreicher Wissenschaftler, die globale Lösungsansätze für die Probleme der Erde im Vorfeld erarbeitet haben.

Nun ist Hamburg allerdings in heller Aufruhr, da zahlreiche Demonstrationen angekündigt und auch genehmigt sind, von denen der G20-Gipfel begleitet wird. Für ein enormes Polizeiaufgebot ist gesorgt.

Die ansonsten häufig zerstrittene extreme Linke, die sich durch ihre Ablehnung des Treffens geeint sieht, betrachtet das Treffen als Bühne für ihren Kampf gegen Ausbeutung, Kapitalismus, Imperialismus und Kriegstreiberei. Da wird in der Betrachtung der teilnehmenden Länder und Institutionen nicht mehr differenziert.

Deshalb ist, angeführt von autonomen linken Gruppen, mit gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Straßen und auf den Plätzen der Hansestadt zu rechnen, bei denen die Gewaltbereiten wohl schon im Vorfeld die Polizei als die von ihnen immer wieder gern genommene Zielscheibe auserkoren haben. Man wird sehen, welche weiteren Gruppen und Einzelpersonen sich unter die Schlägertypen mischen werden. Der Polizei ist nicht nur Durchsetzungskraft, sondern auch Besonnenheit zu wünschen. Inwieweit die Null-Toleranz-Strategie der Hansestadt dabei eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten.

Neben dem ziemlich undifferenzierten Protest gegen den G20-Gipfel gibt es aber auch zahlreiche Demonstrationen, die eigentlich gar nichts grundsätzlich gegen den Gipfel haben, sondern Signale an die Mächtigen der Welt senden wollen, Signale, mit denen diese aufgefordert werden, die Welt besser zu machen, Forderungen nach Frieden, nach Gerechtigkeit, nach genügend Nahrung für alle Menschen, nach Demokratie, nach Einhaltung der Menschenrechte ... . Das sind richtige Forderungen, von denen die Politiker auch wissen sollen, dass sie Herzensangelegenheiten der Menschen sind. Dem einen oder anderen Staatschef soll sein Fehlverhalten vor Augen geführt werden.

Bei allen Demonstrationen und der damit verbundenen Kritik an der Weltpolitik sollte immer berücksichtigt werden, dass Politik kein einfaches Geschäft ist und viele führende Politiker sicher schon oft genug mit ihren Frustrationen zu kämpfen hatten. Auch die Demonstranten haben keine Rezepte, wie ihre Forderungen durchgesetzt werden könnten. Dennoch ist es richtig, wenn sie ihre Forderungen auf die Straße tragen.

Der Friede sei mit Hamburg!
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45 Kommentare
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 05.07.2017 | 10:23  
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Peter Gross aus Bochum | 05.07.2017 | 14:52  
Jens Steinmann aus Herne | 05.07.2017 | 15:02  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 05.07.2017 | 15:23  
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Harald Martens aus Bochum | 05.07.2017 | 15:48  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.07.2017 | 17:57  
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Harald Martens aus Bochum | 05.07.2017 | 18:41  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.07.2017 | 21:04  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.07.2017 | 21:55  
2.297
Martina Janßen aus Hattingen | 05.07.2017 | 22:25  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.07.2017 | 22:44  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.07.2017 | 23:00  
2.989
Harald Martens aus Bochum | 06.07.2017 | 09:04  
34.174
Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 06.07.2017 | 12:38  
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Peter Gross aus Bochum | 06.07.2017 | 14:56  
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Harald Martens aus Bochum | 06.07.2017 | 16:37  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.07.2017 | 19:25  
15.103
Volker Dau aus Bochum | 06.07.2017 | 23:28  
15.103
Volker Dau aus Bochum | 06.07.2017 | 23:37  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 07.07.2017 | 10:18  
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Michael Stasch aus Bergkamen | 07.07.2017 | 10:59  
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Harald Martens aus Bochum | 07.07.2017 | 13:06  
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Peter Gross aus Bochum | 07.07.2017 | 13:48  
2.297
Martina Janßen aus Hattingen | 07.07.2017 | 15:30  
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Harald Martens aus Bochum | 07.07.2017 | 16:54  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.07.2017 | 17:08  
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Harald Martens aus Bochum | 07.07.2017 | 18:26  
15.103
Volker Dau aus Bochum | 07.07.2017 | 18:47  
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Harald Martens aus Bochum | 07.07.2017 | 18:55  
7.008
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.07.2017 | 18:55  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.07.2017 | 20:58  
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Harald Martens aus Bochum | 08.07.2017 | 08:04  
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Volker Dau aus Bochum | 08.07.2017 | 09:33  
2.297
Martina Janßen aus Hattingen | 08.07.2017 | 11:30  
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Martina Janßen aus Hattingen | 08.07.2017 | 12:19  
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Siegfried Huismann aus Bedburg-Hau | 08.07.2017 | 16:03  
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Harald Martens aus Bochum | 08.07.2017 | 18:20  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 08.07.2017 | 19:52  
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Volker Dau aus Bochum | 08.07.2017 | 21:31  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 08.07.2017 | 22:25  
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Harald Martens aus Bochum | 09.07.2017 | 16:09  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 09.07.2017 | 18:25  
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Harald Martens aus Bochum | 09.07.2017 | 19:44  
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Martina Janßen aus Hattingen | 12.07.2017 | 00:51  
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