Gerüstbauer erhalten höheren Mindestlohn

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)

Tarifrunde für das Gerüstbau-Handwerk

Frankfurt am Main, 13.03.2018
Mehr als ein viertel Jahr nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für das Gerüstbau-Handwerk kommt neuer Schwung in die Gespräche. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) einigte sich mit der Bundesinnung Gerüstbau zunächst auf einen neuen Mindestlohn für die rund 24 000 Beschäftigten der Branche in Deutschland.

Ab dem 1. Mai soll der Gerüstbau-Mindestlohn von 11 Euro in der Stunde auf 11,35 Euro steigen. Voraussetzung ist, dass die neue Bundesregierung bis dahin die Allgemeinverbindlichkeit für diesen Branchenmindestlohn erklärt hat.

„Die Baukonjunktur hierzulande boomt. Das gilt auch für den Gerüstbau“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Jetzt wollen wir ein faires Plus für die Tariflöhne verhandeln und sind mit den Arbeitgebern dazu in Vorbereitungsgesprächen.“

Die IG BAU fordert ein Plus von 1 Euro pro Stunde für den Ecklohn. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende erhöht werden. Der Mindestlohn I von 11 Euro pro Stunde läuft am 30. April dieses Jahres aus. Ohne einen Anschlussmindestlohn drohten die Beschäftigten auf das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von nur noch 8,84 Euro zurückzufallen.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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