IG BAU: Arbeit der Floristen im Osten stärker wertschätzen

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Harald Schaum, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 13.02.2018
Blumen sind das häufigste Geschenk zum Valentinstag. Als Zeichen ihrer Liebe kaufen rund drei Viertel der Deutschen einen Strauß. Insgesamt werden zum Valentinstag durchschnittlich etwa 50 Euro für Geschenke ausgegeben. Kein schlechtes Geschäft für die Blumenbetriebe. Die Floristengewerkschaft IG BAU fordert deshalb, die Beschäftigten nicht zu vergessen. Sie ermöglichen es mit ihrer Arbeit schließlich erst, dass ein perfekt gebundener Blumenstrauß der Partnerin oder dem Partner Freude bereitet.

Doch gerade im Osten wird das Engagement der Fachkräfte wenig wertgeschätzt. Für die rund 10 000 Beschäftigten dort gibt es - anders als für ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen – keinen Entgelttarifvertrag. Viele Beschäftigte erhalten trotz guter Ausbildung lediglich den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro in der Stunde. „Die Arbeitgeber der Floristik Ost verschanzen sich hinter einer Blockadehaltung. Sie sehen die Branche im Niedriglohnbereich und bemerken nicht, dass sie sich damit ihre eigene Zukunft verbauen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

„So sehr viele junge Menschen die Arbeit mit Blumen und Pflanzen lieben, so sehr ist ihnen schon früh bewusst, dass sie von ihrer Arbeit auch leben müssen. Das ist bei dem lediglich existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohn mehr schlecht als recht der Fall. Im Wettlauf um die motivierten und begabten Nachwuchskräfte wird die Floristik Ost mit ihrer Strategie auf Dauer das Nachsehen gegenüber anderen Branchen haben. Dann stirbt dieses schöne Handwerk im Osten aus.“

Die IG BAU fordert die Arbeitgeber der Floristik Ost auf, ihre Verweigerungshaltung zu beenden. Sie sollten sich ein Beispiel an ihren Kollegen im Westen nehmen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dort wurde bereits im Juli 2017 ein Entgelttarifvertrag abgeschlossen. Seitdem gilt ein Ecklohn von 10,63 Euro die Stunde.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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