IG BAU begrüßt Stärkung der Arbeitnehmerrechte

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Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 11.05.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt die Stärkung der Arbeitnehmerrechte durch die große Koalition. „Der von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles durchgesetzte Kompromiss gegen Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit ist ein wichtiger Schritt in Richtung faire Arbeit.

In der Praxis hat sich nach den Deregulierungen der Vergangenheit ein Wildwuchs entwickelt, der zu Lohndumping führt und den Wettbewerb verzerrt. Die jetzt vereinbarten Regeln schieben den schlimmsten Formen der Ausbeutung endlich einen Riegel vor. Um aber den Sumpf des Missbrauchs vollständig trocken zu legen, müssen noch weitere Schritte folgen“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. „Wichtig ist nun, dass dieser Kompromiss ohne weitere Verzögerung zum Gesetz wird, damit wir die Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben überwinden. Die Regierungsparteien können jetzt beweisen, dass sie weiter handlungsfähig sind.“

Union und SPD hatten sich am Dienstagabend auf klare Regeln gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen geeinigt. Vorausgegangen war ein monatelanger Streit um den vom Arbeitsministerium bereits im November vergangenen Jahres vorgelegten Gesetzentwurf. Insbesondere die CSU hatte den schon überarbeiteten Entwurf lange blockiert.

Erst im April hatten die DGB-Gewerkschaften auf einer Großkundgebung in München gegen diese Politik protestiert. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht spalten“ forderten rund 3000 Demonstranten die Christsozialen auf, sich nicht zum Handlanger der Wirtschaftslobbyisten zu machen. Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien vereinbart, den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen einzudämmen, da feste Arbeitsplätze immer öfter durch Leiharbeiter oder Beschäftigte mit Werkvertrag ersetzt werden. Diese bringen zwar die gleiche Leistung wie die Kollegen aus der Stammbelegschaft, müssen aber meist zu deutlich schlechteren Bedingungen arbeiten.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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