IG BAU: Betriebe müssen stärker in Fachkräfte investieren

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Carsten Burckhardt, IG BAU-Bundesvorstandsmitglied (Foto: IG BAU)
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert stärkere Investitionen der Arbeitgeber in die Ausbildung. Der DGB-Ausbildungsreport zeigt, dass nur noch jeder fünfte Betrieb ausbildet. „Die Arbeitgeber sprechen von Fachkräftemangel, aber mit dieser Ausbildungspolitik schaufeln sie sich ihr eigenes Grab“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt. „Die Betriebe müssen in fachlich gut ausgebildete Arbeitnehmer investieren und damit in ihre eigene Zukunft. Jetzt!“

Seit genau 40 Jahren gibt es am Bau die Ausbildungsumlage. Der Erfolg: Die Ausbildungsquote liegt ein Viertel höher als im Durchschnitt aller Branchen. Denn wer am Bau ausbildet, bleibt nicht auf den Kosten sitzen, sondern alle Betriebe beteiligen sich per Umlage daran. 17 Monatsentgelte der Auszubildenden werden vollständig übernommen.

„Auf gute Fachkräfte ist jeder Betrieb angewiesen. Es gibt sie aber nicht umsonst. Deshalb ist es nur gerecht, wenn sich alle Unternehmen an den Kosten für den Nachwuchs beteiligen“, sagte Burckhardt. „Nicht nur in der Baubranche sichert eine gute Ausbildung den Betrieben wie den Auszubildenden eine Zukunft. Nach 40 Jahren Erfahrung steht fest: Die Ausbildungsumlage ist ein Erfolgsmodell. Alle Beteiligten sind mit dieser sozialpartnerschaftlichen Lösung sehr zufrieden. Diese Form der Umlage kann auch anderen Branchen als Blaupause dienen.“

Gleichzeitig setzt sich die IG BAU für eine fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung in drei Lehrjahren ein. Ausbildung braucht Zeit. Mit einer Schmalspurvariante ist dem Nachwuchs nicht geholfen. Die Auszubildenden müssen an modernen Werkzeugen, Computern und Anlagen lernen können und brauchen fachlich wie pädagogisch qualifiziertes Ausbildungspersonal sowie die Übernahme sämtlicher Ausbildungskosten durch den Betrieb.
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