IG BAU: Es ist höchste Zeit für einen Haut-TÜV

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 04.05.2017
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert einen besseren Schutz der Beschäftigten vor Hautkrebs durch UV-Strahlen. Das Bundesarbeitsministerium prüft derzeit die Einführung einer verpflichtenden Hautkrebs-Vorsorge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die viel im Freien arbeiten. Betroffen sind insbesondere die von der IG BAU vertretenden Branchen Bau- und Landwirtschaft.

„Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums für einen verpflichtenden Haut-TÜV sind richtig. Menschen dürfen durch ihre Arbeit nicht krank werden. Viel zu lange wurden die Gefahren von UV-Strahlen unterschätzt“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Wir brauchen ein Umdenken. Dazu war die Anerkennung des hellen Hautkrebses als Berufskrankheit vor zwei Jahren ein wichtiger erster Schritt. Es ist folgerichtig, wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles jetzt die Prävention durch eine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung voran bringt. Die Untersuchungen können Gesundheit und Leben retten. Gleichzeitig wird den Beschäftigten darüber die Gefahr von UV-Strahlen stärker bewusst gemacht, so dass sie auch selbst stärker auf ihren Schutz bei der Arbeit im Freien achten. Der Aufwand dafür ist gering. Jeder Arbeitgeber sieht ein, dass er seine Fahrzeuge und Maschinen regelmäßig dem TÜV vorführen muss. Die Gesundheit seiner Beschäftigten sollte ihm ebenfalls eine jährliche Überprüfung wert sein.“

In Deutschland stellen Ärzte mehr als 250 000 Mal pro Jahr die Diagnose Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend. Ursache ist die schädliche UV-Strahlung der Sonne. Sie wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Gruppe 1 der krebserzeugenden Stoffe eingeordnet.

Früh genug erkannt ist heller Hautkrebs aber heilbar. Arbeitgeber sind laut Gesetz (§ 3 ArbSchG) für den Schutz ihrer Beschäftigten verantwortlich. Betriebs-Chefs müssen deshalb eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, um die Gefahren durch UV-Strahlung zu minimieren.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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