IG BAU fordert gleichen Mindestlohn für Gesellen in Ost und West

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)

Mindestlohn-Tarifrunde für Maler und Lackierer


Frankfurt am Main, 17.11.2016
Ohne Ergebnis ist gestern Abend die Tarifverhandlung für Branchen-Mindestlöhne für insgesamt 200 000 Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk zu Ende gegangen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) traf sich mit dem Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz zum ersten Gespräch in Frankfurt am Main.

„Ein Knackpunkt der Verhandlung war die Angleichung des Mindestlohns für Gesellen im Osten an den im Westen. Wir meinen, die gleiche Bezahlung in Ost wie West ist mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung überfällig“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

„Zudem ist auch die Erhöhung insgesamt umstritten. Dabei ist es in ihrem eigenen Interesse, vernünftige Mindestlöhne abzuschließen. Die gelten für alle Betriebe und ordnen so den Wettbewerb in der Branche. Gleichzeitig helfen sie, den Druck auf unsere Tariflöhne zu verringern.“

Die IG BAU fordert eine spürbare Annäherung der Mindestlöhne an die Tariflöhne von Malern und Lackierern. Eine prozentuale Forderung hat die IG BAU nicht aufgestellt. Derzeit beträgt der Mindestlohn für Ungelernte in West wie Ost 10,10 Euro. Unterschiede gibt es beim Mindestlohn II für Gesellen. Sie erhalten im Westen 13,10 Euro, in Berlin 12,90 Euro und im Osten 11,30 Euro.

„Wir haben bereits beim Mindestlohn für Ungelernte gezeigt, dass die Angleichung Ost-West nicht den Untergang der Branche bedeutet. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich beim Mindestlohn für Gesellen schaffen. Bis 2022 sollte es endlich gelingen, die Lohnmauer in Deutschland einzureißen.“

Die nächste Verhandlung findet am 22. November 2016 in Wiesbaden statt.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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