IG BAU: Gute Arbeitsbedingungen müssen von allen gewollt werden

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)

Faire Arbeit bei Mega-Sport-Events

Frankfurt am Main, 28.06.2017
Die Arbeitsbedingungen auf Baustellen für sportliche Großveranstaltungen haben Schlagzeilen gemacht. Zum Thema faire Arbeit auf Baustellen von Mega-Sport-Events hat deshalb der internationale Gewerkschaftsbund für Bau- und Holzarbeiter (BHI), in dem die IG BAU Mitglied ist, einen zweitägigen Kongress in Berlin veranstaltet.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte heute der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und BHI-Vize Dietmar Schäfers:

„Dieser Kongress hat ein weiteres Schlaglicht auf die Situation der Arbeiter auf Mega-Baustellen von Sport-Events geworfen und Wege für Verbesserungen aufgezeigt. Vieles liegt dabei noch im Argen. Vor allem Wanderarbeiter wie etwa aus Indien und Nepal sind vielerorts von prekären Arbeitsbedingungen betroffen. Aber zum Teil machen die Schilderungen und Beiträge der Konferenzteilnehmer aus aller Welt auch Mut.

Wir haben in nur kurzer Zeit schon viel erreicht, wie beispielsweise die Vereinbarung mit Katar über gemeinsame Inspektionen auf WM-Baustellen. Die Kontrollen laufen dort wie geplant und zusätzlich schulen unsere Gewerkschaftskollegen die Arbeiter in Fragen der Sicherheit auf Baustellen. Ein positives Signal ist sicher auch die Teilnahme des katarischen Generalsekretärs des WMOrganisationskomitees Hassan Al Thawadi an dieser Veranstaltung.

Um weitere Verbesserungen auch in anderen Ländern auf den Weg zu bringen, hilft unser weltweites Netzwerk.Dort tauschen wir unsere Erfahrungen aus und können voneinander lernen. Klar ist aber auch, dass Gewerkschaften nicht die einzigen sein können, die sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Bei der Vorbereitung von Sportereignissen gibt es viele Spieler. Sie alle tragen Verantwortung. Nicht nur für das Event selbst, sondern auch für die Menschen, die hart arbeiten, damit die Sportveranstaltung überhaupt stattfinden kann. Jeder Player muss seinen Teil dazu beitragen, dass es gute Arbeitsplätze auf Sportbaustellen gibt.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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