IG BAU: Keine 60-Stunden-Woche in Dauerschleife

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)

Nordrhein-Westfalen: Für mehr Straßenbau - auch mehr Fachkräfte

Frankfurt am Main, 02.06.2017
Zu den Plänen einer „6-Tage-Woche für Baustellen gegen Dauerstaus“ von CDU und FDP in NRW erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG BAU, Dietmar Schäfers:

"Wer weniger Staus will, muss mehr bauen.

Dass CDU und FDP in NRW mehr und vor allem auch schneller bauen lassen wollen, ist gut und auch notwendig.

Die Pläne einer ,6-Tage-Woche' lassen sich nicht einfach verordnen. Das geht nicht per Order di Mufti. So etwas lässt sich nur mit zusätzlichen Fachkräften stemmen. Ansonsten drohen ,60-Stunden-Wochen in Dauerschleife'.

Diese ,Nonstop-Arbei' ist allerdings ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten. Die Gefahr von Arbeitsunfällen würde dabei enorm steigen.

Aber: Um Betriebe für die Ausbildung und dauerhafte Beschäftigung von Fachkräften zu motivieren, brauchen diese auch eine dauerhafte Auslastung. Um das zu erreichen, muss die Politik auf Bundes- und Länderebene endlich dazu kommen, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Das gilt für den Infrastrukturausbau genauso wie für den sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau.

Der Bau braucht keine Kurzzeitig-Highs. Er braucht Kontinuität und damit Langzeit-Perspektive.

Genau das müssen sich CDU und FDP jetzt auch am Koalitionstisch vor Augen führen und mit einplanen."

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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