IG BAU ruft zu Menschlichkeit und Solidarität auf

Anzeige
Carsten Burckhardt, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 21.03.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft zu mehr Menschlichkeit und Solidarität auf. Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Rassismus sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt: „Jedes Leben ist unabhängig von der Staatsangehörigkeit, der Religion, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung gleich viel wert.

Die Zunahme der Gewalt ist erschreckend. Es ist erschreckend, wie viele Menschen 71 Jahre nach Befreiung von der Nazi-Diktatur sich nicht einmal mehr schämen, mit stadtbekannten Nazis auf der Straße gemeinsame Sache zu machen. 71 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus, droht in Deutschland Rassismus wieder salonfähig zu werden.“

Parallel dazu nimmt hierzulande stetig die Zahl an rassistisch motivierten Gewaltdelikten zu. Experten befürchten einen noch weiteren Anstieg von rassistisch motivierten Straftaten. Inzwischen zählen wachsende rassistische Gewalt und der spürbare Rechtsruck zu den größten Sorgen der Deutschen.

Burckhardt sagte: „„Wieder brennen in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte, wieder werden Politiker, Journalisten und Gewerkschafter mit dem Tode bedroht, wieder gehen Massen auf die Straßen und demonstrieren gegen das für sie Fremde und schreien dann auch noch lauthals ‚Wir sind das Volk!‘. Das ist purer Rassismus. Bürgerinnen und Bürger tragen Verantwortung dafür, zu wem und zu was sie sich bekennen. Sie tragen die Verantwortung, wen sie mit ihrer Anwesenheit bei Kundgebungen und bei Wahlen mit ihrer Stimme unterstützen.“

Die Mehrheit in Deutschland verabscheut nach wie vor diese Haltung. Die Gefahr besteht, dass die aufrechten Demokraten angesichts immer neuer Nachrichten über rassistische Gewalt abstumpfen und sich nicht mehr dagegen auflehnen. „Es reicht aber nicht, dies im stillen Kämmerlein zu tun. Je lauter die Rechten ihren Hass auf alles Fremde in die Welt brüllen, desto klarer müssen tolerante und weltoffene Bürgerinnen und Bürger dagegen Stellung beziehen – und zwar überall, wo sie mit rechten Parolen konfrontiert werden: im Familien- und Freundeskreis, auf der Straße oder im Betrieb. Immer muss deutlich werden, dass Rassisten zu einer verirrten Minderheit gehören.

Wir überlassen heute schon den Rechten zu viel das Feld, die sich aus diesem Grund schon jetzt als Vertreter der schweigenden Mehrheit aufspielen können. Doch da liegen sie falsch. Wir werden nicht schweigen und uns erst recht nicht den Mund verbieten lassen. Das ist mühsam und vielleicht gelingt es auch nicht jedes Mal, aber es lohnt jede Anstrengung, sich gegen rassistische und menschenverachtende Äußerungen und Taten zu wehren“, sagte Burckhardt.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.