Jeder Betrieb muss Interesse an Lohngerechtigkeit haben

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Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 13.10.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert alle Betriebe auf, sich für gerechtere Löhne für Frauen einzusetzen. Anlässlich des Tags der betrieblichen Entgeltgleichheit sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux: „Selbst wirtschaftsnahe Experten geben zu, dass eine Lohnlücke existiert, die sich nicht erklären lässt.

„Selbst wirtschaftsnahe Experten geben zu, dass eine Lohnlücke existiert, die sich nicht erklären lässt. Dazu hört man von manchem männlichen Wirtschaftsvertreter nur lapidar, Frauen sei Geld wohl nicht so wichtig. Sie verkennen, dass es hier nicht nur um Geld geht, sondern vor allem um Gerechtigkeit und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft. Es ist traurig, dass Deutschland eine der höchsten Entgeltdifferenzen zwischen den Geschlechtern in der Europäischen Union aufweist. Deshalb begrüßen wir, dass sich Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig jetzt mit dem Entgeltgesetz durchgesetzt hat und die Lohnlücke schließt. Mehr Transparenz ist Voraussetzung für mehr Gerechtigkeit.“

Der Entwurf des Lohngleichheitsgesetzes sieht einen Auskunftsanspruch über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen für Betriebe ab 200 Mitarbeitern vor. Die Situation in kleineren Betrieben soll danach beobachtet und ausgewertet werden. „Unabhängig von der Größe sollte sich jeder Betrieb für Lohngerechtigkeit stark machen. Gerade in kleineren Betrieben wirkt sich das Betriebsklima stark auf die Motivation der Beschäftigten aus. Ein offener Umgang bei Fragen der Lohngerechtigkeit kommt deshalb nicht nur den Mitarbeiterinnen zu Gute, sondern stärkt das gesamte Team und damit den Betrieb“, sagte Laux.

Der Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit steht für den Zeitpunkt im Jahr, ab dem Frauen bis zum Jahresende unentgeltlich arbeiten, wenn man die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern zurückrechnet. In Deutschland beträgt diese Lücke derzeit 21 Prozent.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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