Jetzt ist es amtlich: Tschüss, Hubbrücke! Tschüss, Bezirksvertretung?

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Viele Walsumer haben sich in den vergangenen Jahren für den Erhalt der Walsumer Hubbrücke als Straßenbrücke ausgesprochen. Kleine Demos vor Ort fanden statt. Die Grünen sammelten Unterschriften. Auch große Parteien Walsums forderten den Erhalt der Hubbrücke. Mit solchem Rückhalt ging die Stadt Duisburg, allen voran Oberbürgermeister Sören Link - übrigens auch Walsumer - in langwierige Verhandlungen mit der STEAG, inzwischen 100-prozentiges Tochterunternehmen eines Konsortiums aus einigen Ruhrgebietsstädten.

Und herausgekommen war jetzt nach zwei Jahren - wie schon berichtet - eine Minimallösung: Hubbrücke weitgehend abreißen, an ihre Stelle eine schmale Fußgänger- und Radfahrerbrücke errichten. Wenn die Denkmalschutzbehörde es zulässt, sollen auch noch die Hubtürme verschwinden. Billiglösung halt.

Und wie hat die Walsumer Bezirksvertretung jetzt reagiert, als ihr dieses Verhandlungsergebnis als Beschlussvorlage unterbreitet wurde? Sie hat zugestimmt, ohne dass es zu einer heftigen Diskussion gekommen wäre. Es war auch keine Kampfabstimmung. Einstimmig nickten die Bezirksvertreter die Beschlussvorlage ab.

Damit wird das Kapitel einer denkmalgeschützten Straßenbrücke, einer Hubbrücke, Wahrzeichen der ehemals selbstständigen Stadt Walsum, endgültig geschlossen. Tschüss, Hubbrücke!

Und was die Bezirkspolitik Walsums anbelangt: Stellt sie ihre Überflüssigkeit nicht immer mehr unter Beweis? Wenn sie schon einmal um Entscheidungen ringen kann, entpuppen sich ihre Vertreter als Handlanger und Abnicker. Mancher Walsumer mag denken: Tschüss, Bezirksvertretung!
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Dirk Schlenke aus Duisburg | 25.10.2014 | 13:35  
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