Jetzt warnen "Geisterfahrräder" in Duisburg vor Unglücksstellen

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Von links: Klaus Hauschild vom ADFC Kreisverband Duisburg, Oberbürgermeister Sören Link und Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels stellten die neue Kampagne von „Duisburg. Aber sicher!“ in Ruhrort vor. (Foto: Stadt Duisburg)
Auf der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brücke verunglückte 2014 ein Fahrradfahrer tödlich, der von einem rechtsabbiegenden LKW übersehen wurde. Jetzt weist ein so genanntes "Geisterfahrrad" auf die Stelle hin.

Rechtsabbiegeunfälle zwischen LKW und den besonders schwachen Verkehrsteilnehmern wie Fahrradfahrern und Fußgängern, oft durch den sogenannten toten Winkel verursacht, sind eine häufige Unfallursache. Rechts neben einem LKW befindliche Fahrräder oder Fußgänger können ab einem bestimmten Abbiegewinkel vom Fahrersitz eines LKW nicht mehr gesehen werden. Es ist lebenswichtig, dass sich Fußgänger und Fahrradfahrer dieser Gefahr bewusst sind. Durch defensives Verhalten lassen sich schwere Unfalle vermeiden.

Mit dem Aufstellen von sogenannten Geisterfahrrädern, die leuchtend weiß lackiert sind, weist das Netzwerk „Duisburg. Aber sicher!“ jetzt auf Stellen hin, wo ein Fahrradfahrer tödlich verunglückt ist - so auf der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brücke, wo 2014 ein Fahrradfahrer von einem rechtsabbiegenden LKW übersehen wurde. Zusätzlich sollen an gefährlichen Rechtsabbiegesituationen vor Ort Spiegel dem Fahrzeugführer ermöglichen, den toten Winkel einzusehen.


Neue Aktion des Netzwerks "Duisburg. Aber sicher!"


Geisterräder wurden in Deutschland erstmalig 2009 vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) in Berlin aufgestellt und dienen als Mahnmal. Für jeden tödlich verunglückten Fahrradfahrer wurde am Ort des Unglücks ein solches Fahrrad aufgestellt.

In Duisburg werden zusätzlich leuchtend orangefarbene Fahrräder mit einer Informationstafel an Orten aufgestellt, an denen besonders viele Fahrradfahrer vorbeifahren und dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Die Informationstafeln sollen die Verkehrsteilnehmer für die Situation sensibilisieren und die Aufmerksamkeit erhöhen. Auch an ampelgeregelten Kreuzungen besteht oft ein Konfliktpotential zwischen Rechtsabbiegern sowie Fußgängern und Fahrradfahrern. Hier möchte das Netzwerk an ausgewählten Örtlichkeiten durch das Anbringen von speziellen Spiegeln eine Verbesserung der Sichtverhältnisse erreichen.

„Die Arbeit des Verkehrssicherheitsnetzwerkes 'Duisburg. Aber sicher!' hat in den letzten Jahren mit vielen guten Ideen und Kampagnen einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Duisburg geleistet,“ sagte Oberbürgermeister Sören Link, der sich gleichzeitig bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedankte.

Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels ergänzt: „Verkehrsteilnehmer bewegen sich häufig zu unbedacht im Straßenverkehr. Es ist wichtig, alle Teilnehmer, sowohl die 'starken Autofahrer' als auch die 'schwächeren Fahrradfahrer' an brisanten Stellen im Stadtgebiet auf die vorhandenen Gefahren hinzuweisen.“
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