Junges Duisburg (JuDu) zum Radschnellweg Ruhr: Die vorhandenen Straßen und Radwege lässt man vergammeln

Anzeige
In Duisburg steht der öffentliche Personennahverkehr vor dem Kollaps, der U-Bahn droht das Aus, viele Straßen und vor allem auch Radwege sind in einem nicht mehr akzeptablen Zustand. So befürchtet es zumindest das Wählerbündnis Junges Duisburg (JuDu) und kritisiert vor diesem Hintergrund die Planungen für den Radschnellweg von Duisburg nach Hamm. Allein der Bau soll über 180 Mio. Euro kosten, hinzu kommen jährliche Unterhaltskosten von 3,3 Mio. Euro.
 
„Welcher Student fährt über den Radschnellweg von Duisburg nach Bochum, wenn er um 8 Uhr in der Vorlesung sein muss", fragt JuDu-Vorsitzender Stephan Krebs und ergänzt: „Wer mit dem Fahrrad von Duisburg nach Mülheim fahren will, der tut das auch jetzt schon, allerdings auf Holperstrecken." Das Geld wäre nach seiner Ansicht besser angelegt im Erhalt des jetzigen Radwegenetzes.
 
Das Wählerbündnis Junges Duisburg kritisiert auch, dass die Stadt Radwege zur Vermeidung von Reparaturkosten aufgibt, und stattdessen Radstreifen auf stark vom Autoverkehr frequentierten Straßen, wie zum Beispiel dem Kalkweg, abteilt. „Die Radler, vor allem Kinder oder ältere Menschen, die nicht so sicher auf zwei Rädern sind, werden durch den vorbeirauschenden Verkehr sehr gefährdet. Darum kümmert man sich aber nicht, sondern propagiert lieber gern die fahrradfreundliche Stadt, wie zuletzt beim Stadtradeln“, ärgert sich JuDu-Ratskollege Oliver Beltermann.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
32
Simon Knur aus Essen-Süd | 10.10.2014 | 22:48  
84
Katharina Kaiser aus Duisburg | 10.10.2014 | 23:44  
32
Simon Knur aus Essen-Süd | 11.10.2014 | 15:39  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.