Kai-Uwes bekloppter Vorschlag für einen Paradigmenwechsel beim Umgang mit islamistischem Terror

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Anschlag auf eine Gasfabrik in Frankreich. Ein Mensch wird - vermutlich von einem IS-Sympathisanten, der den Ramadan nach Aufforderung für einen Terrorakt nutzt - enthauptet. Ein Video der Enthauptung ist nicht ins Netz gestellt worden, aber wer weiß?
Zugleich werden in Tunesien Touristen von Menschen ähnlicher Geisteshaltung heimtückisch mit der Waffe niedergestreckt. Und dann auch noch Kuwait.

Mit dem ersten Fall hat der islamistische Terror wieder einmal in Europa seine Visitenkarte abgegeben. Im zweiten Fall geht es nicht nur um die europäischen Touristen, sondern um die Verunsicherung des einzigen nordafrikanischen Landes, in dem der arabische Frühling nachhaltig Früchte zu tragen sich anstellt.

Und wie reagieren der Westen und andere Betroffene auf die Terrorgefahr? Mit Maßnahmen, angefangen von der Vorratsdatenspeicherung über Grenzkontrollen bis hin zur militärischen Bekämpfung.

In diesem Zusammenhang hat mir Kai-Uwe, der manchem hier im Lokalkompass ja schon bekannt ist, ein eigenartiges, womöglich sogar beklopptes Konzept gegen den islamistischen Terror und den IS selbst vorgestellt.

Kai-Uwe meint, die bisherigen Maßnahmen sollte man ruhig beibehalten, aber sie würden nicht ausreichen. Dadurch, dass man den IS mit seinem Umfeld als Feind ernst nimmt, werte man ihn nur auf. Die irregeleiteten Dschihadisten fühlten sich bestätigt, dass sie eine wichtige Mission im Namen Allahs und seines Propheten erfüllten. Die "Spirale des Hochschaukeln eines Stärkegefühls", wie Kai-Uwe sich ausdrückt, bedürfe einer Gegenstrategie.

Schon die Amerikaner seien nach 9/11 nur auf Rache und Vergeltung ausgewesen, meint Kai-Uwe. Und seien Al-Qaida und all seine Epigonen vernichtet? Mitnichten, weil man, wie Kai-Uwe sagt, die Herzen der Irregeleiteten nicht erreicht, um den Sumpf auszutrocknen.

Diejenigen, die glauben, Allahs Auftrag zu erfüllen, müssten erkennen, dass sie sich mit ihrem Handeln gegen Allah wenden. Und um diese Erkenntnis hervorzurufen, müsste die gläubige Welt, möge sie an Allah oder Gott glauben, mit entsprechender Medienwirksamkeit für die Dschihadisten um Gnade beten. Muslime, Christen und Juden in vorderster Front müssten den Willen zur Verzeihung und die Bitte ums göttliche Erbarmen zur Strategie gegen den islamistischen Terror machen.

Kai-Uwe denkt, wenn IS-Terroristen sich mit weltweitem Gebet für sie, um Allahs bzw. Gottes Erbarmen für sie zu erbitten, konfrontiert sähen, wäre die Chance größer, dass sie ihren Irrweg erkennen und den Weg in die zivilisierte Welt wieder zurückzufinden. Irrationalität allein mit Rationalität zu begegnen, sei wenig erfolgversprechend.

Hat Kai-Uwe nun einen Knall, oder ist an seinem Konzept was dran? Ich selbst bin ratlos.
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18 Kommentare
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Imke Schüring aus Wesel | 26.06.2015 | 21:59  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.06.2015 | 12:25  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.06.2015 | 20:07  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.06.2015 | 20:53  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 28.06.2015 | 17:08  
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Daniela Breuer aus Duisburg | 29.06.2015 | 12:14  
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Daniela Breuer aus Duisburg | 29.06.2015 | 15:52  
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 29.06.2015 | 16:41  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.06.2015 | 23:30  
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 30.06.2015 | 00:14  
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Daniela Breuer aus Duisburg | 30.06.2015 | 12:25  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 30.06.2015 | 13:17  
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 30.06.2015 | 13:24  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 30.06.2015 | 14:30  
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Daniela Breuer aus Duisburg | 30.06.2015 | 16:44  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 30.06.2015 | 21:42  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 30.06.2015 | 21:42  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 01.07.2015 | 11:29  
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