Kommentar: Ein ganz normale Stadt oder: So bleibt das System wie es ist.

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Warten auf Merkel vor dem Hotel Montan. Foto: Kirchner (Foto: Hannes Kirchner)

Warum macht eine Stadt, die sich Hoffnungen auf finanzielle Unterstützung vom Bund macht, noch ordentlich sauber, bevor die Kanzlerin erscheint? Wenn man sich doch Hilfe erhofft, warum präsentiert man der Kanzlerin überwiegend die Dinge, die gut laufen?

„Vertane Chance“, sagen Kritiker. Die wirklichen Problemthemen seien viel zu kurz gekommen. Wahrscheinlich haben sie recht.
Die Bundesregierung muss zwangsläufig den Eindruck gewonnen haben: Dieser Stadtteil wird es mit vereinten Kräften schon wuppen! So viele engagierte Bürgerinnen und Bürger packen es an. Einfach toll! Ist es sicher auch.
Doch der Effekt könnte der gleiche sein wie bei den Mittagstischen für Bedürftige: Wenn immer Bürger und edle Spender da einspringen, wo Regierende versagen, bleibt das System wie es ist.

Hoffen wir, dass alles gut geht, weiter oder noch mehr Fördermittel nach Duisburg fließen – vielleicht auch aus Sympathie. Denn sympathisch hat man sich ganz sicher dargestellt.
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