Lehrer streiken - Unterrichtsausfall - Schulbetrieb stark eingeschränkt

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Duisburg: NRW | Sie dürften mal wieder schimpfen und sich in all ihren Vorurteilen bestätigt sehen, die Eltern vieler Schulkinder, wenn sie erfahren, dass diese am Mittwoch, dem 1.Februar 2017, schon frühzeitig von der Schule nach Hause geschickt werden oder informiert werden, ganz zu Hause zu bleiben.

Grund: Die angestellten Lehrer streiken in großer Zahl und folgen damit einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu einem Warnstreik.

So wird am Mittwoch an vielen Schulen ein Notstundenplan gefahren, der von den verbeamteten Lehrern getragen wird, die bekanntermaßen nicht streiken dürfen. Von diesem Streikverbot sind die angestellten Lehrer allerdings nicht betroffen. Und diese sehen sich ihren verbeamteten Kollegen gegenüber stark benachteiligt, und das schon seit vielen Jahren. Und deshalb streiken sie.

Wer glaubt, in der Schule gelte das Prinzip "Gleiches Geld für gleiche Arbeit", der irrt gewaltig. Die Tariflandschaft, nach der unsere Lehrer völlig unabhängig von ihrer Position in den Schulen bezahlt werden, gleicht einem für Außenstehende undurchdringlichen Dschungel, der zu großen Ungerechtigkeiten führt, die nicht zuletzt auch Auswirkungen auf das Altersruhegeld haben.

Vielen angestellten Lehrern ist es ein Anliegen, auf die Straße zu gehen, um eine Angleichung der Entlohnung voranzutreiben, auch wenn es bei den bislang gescheiterten Tarifverhandlungen vordergründig um eine Lohnforderung von 6 Prozent mehr geht. Für das Anliegen ihrer Kollegen zeigen viele verbeamtete Lehrer nicht nur Verständnis. Sie solidarisieren sich auch, ohne dass sie mit in den Streik treten (können).

Bevor die Eltern der Schulkinder also ihren Ärger über den Streik und den eingeschränkten Schulbetrieb vorschnell bei den Lehrern abladen, sollten sie bedenken, dass nicht die Lehrer die Ungerechtigkeiten in der Entlohnung verursacht haben.

Die Ansprechpartner der Elternschaften sitzen in den Landesbehörden.

(Hinweis: Die Bezeichnungen "Lehrer" und "Kollege" sind geschlechtsübergreifend zu verstehen)
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3 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 01.02.2017 | 14:06  
Lokalkompass Duisburg aus Duisburg | 01.02.2017 | 14:32  
Susanne Schmengler aus Duisburg | 01.02.2017 | 14:33  
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