Leistung von Frauen muss endlich gerecht honoriert werden

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Ulrike Laux Bundesvorstand IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 18.03.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert anlässlich des Equal Pay Day die Union auf, ihre Blockadehaltung gegen das Lohngerechtigkeitsgesetz aufzugeben. „Wir brauchen endlich Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Der von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig vorgelegte Gesetzentwurf ist dafür ein wichtiger Schritt, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux.

„Die Union hat sich im Koalitionsvertrag zu einer solchen Regelung verpflichtet. Sie muss sich ihrer Verantwortung Frauen gegenüber stellen.“

Der Equal Pay Day markiert den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen ohne Einkommen arbeiten, misst man ihre Bezüge an denen von Männern. Laut Statistischem Bundesamt betrug die Lohnlücke im vergangenen Jahr 21 Prozent. Das war ein Prozent weniger als 2014, aber immer noch deutlich mehr als im EU-Durchschnitt von rund 15 Prozent. Ein Grund für die leichte Verbesserung ist der 2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn, von dem Beschäftigte im Niedriglohnbereich profitierten. In dem Segment arbeiten besonders viele Frauen.

Den Einwand mancher Wirtschaftsexperten, Frauen seien an der Lohndrift selbst schuld, weil sie oft in schlechter bezahlten Berufen arbeiten, weist die IG BAU als unsachlich zurück. „Die Lohnlücke besteht. Dieses Problem lässt sich nicht dadurch lösen, indem man es nicht wahrhaben will“, sagte Laux. „Die Entgeltlücke resultiert aus der schlechteren Bezahlung von sogenannten Frauenberufen und der Diskriminierung von Frauen bei den Karrierechancen. Die Leistung von Frauen muss endlich gerecht honoriert werden. Es ist keinem damit gedient, wenn Frauen sich aus diesen Berufen zurückziehen und niemand mehr die soziale und haushaltsnahe Arbeit leistet.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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