Martin Schulz - ein Ausweg aus dem Einerlei

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Duisburg: Duisburg | Sigmar Gabriel tritt in die zweite Reihe und damit wird eine verkrustete Struktur aufgebrochen.

Martin Schulz, nunmehr Spitzenkandidat der SPD, soll die SPD in der Wählergunst voranbringen und Angela Merkel das Fürchten lehren.

Dabei kennt man Martin Schulz eigentlich nur als Europapolitiker, dessen Verdienst eine erhöhte Wahrnehmung des Europäischen Parlaments ist. In Sachen Europa zieht er mit der CDU/CSU an einem Strang.

Aber welche innenpolitischen Schwerpunkte er setzen wird, ist bislang unklar. Sein großer Vorteil derzeit ist, dass er nicht vom Alltagsgeschäft der Großen Koalition abhängig ist. Er kann von außen Akzente setzen, durch welche die SPD sich von der CDU/CSU abgrenzen kann. Und Schulz, der sich nah an den Menschen sieht, wird verstanden haben, weshalb der SPD in der Vergangenheit die Wähler davongelaufen sind.

Und da die Flüchtlingspolitik kein Streitpunkt mit der CDU/CSU ist, diese ohnehin an öffentlicher Aufmerksamkeit zunehmend verliert, wird er das originäre Anliegen der Sozialdemokratie, die soziale Gerechtigkeit, zum zentralen Thema seines Wahlkampfes machen.

Umverteilung des Reichtums - darum wird es gehen.

Der Bürger kann nicht verstehen, dass es dem Durchschnittsbürger wirtschaftlich immer besser geht, trotzdem immer mehr Menschen unter Armut leiden. Immer mehr Menschen müssen jeden Cent mehrmals umdrehen, weil sie nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Ein immanentes Kennzeichen von Kapitalismus bzw. freier Marktwirtschaft ist es, die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergehen zu lassen. Nicht umsonst preist sich die Bundesrepublik deshalb einer sozialen Marktwirtschaft, wobei allerdings das Attribut sozial ein wenig vernachlässigt worden ist.

Und das ist die Chance eines Martin Schulz, Regulative für eine Umverteilung des Reichtums von oben nach unten in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes zu rücken. Nur unter diesem Segel der sozialen Gerechtigkeit kann Martin Schulz für die SPD Boden gut machen, und das nicht nur gegenüber der CDU/CSU, sondern auch gegenüber der AfD, wo sich neben Ausländerfeinden und Rechtsextremen auch viele - fälschlicherweise! - gut aufgehoben sehen, die sich abgehängt fühlen.

Martin Schulz hat nicht nur Chancen, sondern trägt auch große Verantwortung für einen Wahlkampf, der tatsächlich die wichtigen Themen in den Vordergrund rückt.

Spannend wird es allemal. Letztendlich werden DIE LINKE, B'90/Die Grünen und die FDP Zünglein an der Waage sein, welche Regierungskoalition uns ins Haus steht.
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13 Kommentare
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Jochen Czekalla aus Duisburg | 27.01.2017 | 08:16  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.01.2017 | 17:07  
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Peter Gross aus Bochum | 27.01.2017 | 18:35  
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Josef Dransfeld aus Duisburg | 27.01.2017 | 20:30  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.01.2017 | 23:38  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 28.01.2017 | 00:18  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.01.2017 | 22:14  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.01.2017 | 22:33  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 30.01.2017 | 14:18  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 02.02.2017 | 00:05  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 20.02.2017 | 19:45  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 20.02.2017 | 21:13  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 20.02.2017 | 21:27  
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