Neuer Mindestlohn für 9310 Gebäudereiniger in Duisburg und am Niederrhein

Wer putzt, soll auch sauber verdienen“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU. Ab sofort gilt für Reinigungskräfte ein neuer Mindestlohn von 9 Euro pro Stunde. (Foto: IG BAU)
Keiner darf beim Putzen unter 9 Euro pro Stunde verdienen

Neuer Mindestlohn fürs Putzen: Ab sofort darf keine der rund 9310 Reinigungskräfte in Duisburg und am Niederrhein unter 9 Euro pro Stunde verdienen. Darauf hat der IG BAU-Bezirksverband Duisburg-Niederrhein hingewiesen. Seit Anfang Januar gelte in der Gebäudereiniger-Branche ein höheres Lohn-Limit. „Egal, ob Unternehmen oder Privathaushalt – für alle heißt es: Wenn Chefs jetzt noch Stundenlöhne von unter 9 Euro zahlen, ist das illegal und sogar strafbar“, sagt Friedhelm Bierkant.

Das gelte, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende, auch für Tricksereien, mit denen der Mindestlohn unterlaufen werde. So verlangten Arbeitgeber von ihren Angestellten in der Praxis nicht selten, immer größere Flächen in immer weniger bezahlter Arbeitszeit zu reinigen. Tatsächlich leisteten die Beschäftigten dabei Mehrarbeit zum Nulltarif. Dadurch werde der Lohn durch die Hintertür gekürzt.

Der Bezirksvorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU kündigt an, im Jahr 2013 „Mindestlohn-Sünder“ bei den Arbeitgebern noch stärker ins Visier zu nehmen. Hier setze man auf eine enge Zusammenarbeit mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. „Illegale Beschäftigungspraktiken dürfen in der Gebäudereiniger-Branche in Duisburg und am Niederrhein keine Chance haben. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden“, so Bierkant.

Einen Lohn-Check empfiehlt die IG BAU auch den Glas- und Fassaden-Reinigern. Für sie gilt, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft, ab Januar ein neuer, höherer Tariflohn von 11,92 Euro pro Stunde.
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2 Kommentare zum Beitrag
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Bernhard Ternes aus Marl am 17.01.2013 um 20:51 Uhr  
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Dieter Rother aus Duisburg am 22.01.2013 um 19:15 Uhr  
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