Rausschmiss der braunen Brut aus unseren Städten - ein Kommentar, den jeder verstehen kann, wie er will

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Die braune Brut hat in westdeutschen Städten nichts zu suchen. Das ist das Signal der Stunde, das die Stadtgesellschaften eindrücklich und eindrucksvoll aussenden, ob Köln, Düsseldorf oder Duisburg.

In Duisburg haben sich alle wichtigen gesellschaftlichen Kräfte hinter ihren Oberbürgermeister Sören Link geschart, um Flagge gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit zu zeigen. Islamfeindlichkeit lässt Duisburg nicht zu. Etwa 4000 Bürgern der Stadt war es ein Anliegen, die etwa 600 Rechten in die Schranken zu weisen, ein Großteil unter ihnen angereiste Schlägertrupps aus der Naziszene des Ruhrgebiets und Aachens. Wie die Duisburger Vertreter der drei Buchreligionen sich vereint gegen die rechten Spalter und Hetzer auf dem Opernplatz zeigten, berührte die Herzen. "Wir sind Duisburg - und nicht ihr!", rief Sören Link unter großem Jubel den Duisburgern zu. Duisburg ist bunt, stand auf einem Plakat. Da ist kein Platz für Rechtsradikalismus.

Die Lektion wird gesessen haben. So ist zu hoffen, dass bald wieder Ruhe einkehrt und sich die Politik und demokratische Gesellschaft wieder ihren politischen Herausforderungen mit nüchternem Sachverstand zuwenden können. Dazu gehört ohne Zweifel die Asyl-, Flüchtlings-, Zuwanderungs- und Integrationspolitik:

Wie kann man am besten unter Einbindung der Menschen vor Ort die Kriegsflüchtlinge und politisch oder religiös Verfolgten unterbringen, deren Aufnahme Menschenpflicht ist und deshalb auch in unserem Grundgesetz verankert ist?

Wie lässt sich die Betreuung der Asylsuchenden verbessern, damit sie sich nicht allein gelassen fühlen und aus ihrer Hilflosigkeit herausgeholt werden können?

Lässt sich in der EU ein gerechter Verteilungsschlüssel für die Flüchtlinge herbeiführen?

Dass unser Asylrecht auch missbraucht wird, ist bekannt. Wie kann man deshalb erreichen, die Asylverfahren zu beschleunigen?

Geht unsere Exekutive angemessen mit den vorhandenen Gesetzen und Vorschriften zu Asyl und Abschiebung um oder wird irgendwo geschlampt?

Wie reagiert man auf Asylbewerber oder Zuwanderer, die straffällig werden? Wie lässt sich von Anfang an der Weg der Integration fördern?

Wie kann der Staat der Entstehung eigengesetzlicher Parallelgesellschaften entgegenwirken, wo doch die Geschlossenheit unserer Gesellschaft wichtiger ist denn je?

Fragen über Fragen, die sich noch fortsetzen ließen, die jedenfalls gelöst werden müssen. Insgesamt, so lässt sich vermuten, stehen 19 Punkte auf der Agenda. Und darüber muss gesprochen werden und nicht über das, was die braune Brut so von sich gibt. Verlassen wir uns einfach auf unsere Politiker, in vorderster Front Angela Merkel auf Bundesebene, Hannelore Kraft auf Landesebene und Sören Link auf kommunaler Ebene. Bei unseren Politikern sind die Herausforderungen der Zeit in guten Händen.
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9 Kommentare
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Jogi Kendziorra aus Duisburg | 21.01.2015 | 03:22  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 21.01.2015 | 15:04  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 21.01.2015 | 17:00  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 21.01.2015 | 17:42  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 22.01.2015 | 07:02  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 22.01.2015 | 17:37  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 23.01.2015 | 14:31  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 25.01.2015 | 13:46  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 25.01.2015 | 18:01  
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