Rücktritt von Bilfinger-Chef: Nachfolge verantwortlich und schnell regeln

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Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 13.04.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert nach dem angekündigten Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden des Bilfinger-Konzerns Per Utnegaard eine schnelle Entscheidung über dessen Nachfolge. „Es ist ein Trauerspiel, wie der einst stolze Baukonzern Bilfinger inzwischen dasteht.

Die Beschäftigten leisten gute Arbeit, aber ihre Erfolge werden durch ein anhaltendes Missmanagement zunichte gemacht. Sie drohen am Ende die Leidtragenden der offensichtlich überforderten Chefetage zu werden“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Wir sind über diese Entwicklung fassungslos. Es muss eine neue Führung her, die der Aufgabe, gewachsen ist. Das heißt in erster Linie, es muss umgehend ein neuer Vorstandsvorsitzender benannt werden, der seiner Verantwortung den Beschäftigten gegenüber ebenso gerecht wird, wie gegenüber den Aktionären. Dazu zählt, dass es endlich eine zielführende Strategie für das Unternehmen gibt. Wer wie zuletzt den Verkauf einer Sparte ankündigt und dann ein Jahr nicht liefern kann, macht sich nicht nur lächerlich, er verunsichert auch seine Belegschaft zutiefst.“ Vergeblich hatte Bilfinger versucht, seine Energiesparte Power zu verkaufen.

An diesem Mittwoch hat der Konzern den Rücktritt Utnegaards als Vorstandsvorsitzender zum Ende des Monats bekannt gegeben. Er war nicht einmal ein Jahr im Amt, das vor ihm bereits der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch innehatte. Nach immer neuen Gewinnwarnungen war dieser ebenfalls vorzeitig aus dem Amt geschieden.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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