Schöne Aussichten: Die neue Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs bekommt eine Welle

Anzeige
Feines Spielzeug für den Herrn Minister... Leider wohl zu wenig für alle "geladenen Gäste und Journalisten"? (Foto: TPD-Foto: Hans Hilger , Duisburg)
 
Schwunghafte Architektur erinnert mich an Stilelemente des Eingangsbereiches Bochum Hbf.... -- Aber ist soviel Glas im Zeitalter von vermehrten Unwettern und Terroranschlägen wirklich zeitgemäß? (Foto: TPD-Foto: Hans Hilger Duisburg)
 
Was kümmert der Denkmalschutz? (Foto: TPD-Foto:Hans Hilger Duisburg)
 
Der Minister "sein eigener Pressesprecher"? (Foto: TPD-Foto: Hans Hilger Duisburg)
Duisburg: Hauptbahnhof |

Schöne Aussichten: Die neue Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs bekommt eine Welle -- Bauarbeiten starten 2017 ● Investitionen von rund 152 Mio. Euro ● Elegante Architektur aus Stahl und Glas



Der Duisburger Hauptbahnhof wird umfassend modernisiert und erhält eine neue Gleishalle.

Die Vorabmaßnahmen haben bereits begonnen, die Bauarbeiten starten 2017 und werden voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein. Wie die alte Halle soll sich auch die neue Gleishalle über die Gleise 1 bis 13 erstrecken. Die tragenden Elemente der neuen Gleishalle mit den Grundmaßen 124 x 150 Meter werden aus Stahl gefertigt, die übrigen aus Glas. Das macht die Halle nicht nur zum optischen Hingucker, sondern ist auch nachhaltig: Denn durch die Verglasung gelangt so viel Licht auf die Bahnsteige, dass tagsüber keine künstliche Beleuchtung notwendig ist.


Die Deutsche Bahn baut unter dem rollenden Rad, also bei laufendem Verkehr, um die Einschränkungen für die fast 100.000 Reisenden in über 900 Zügen so gering wie möglich zu halten.

Das ist eine echte Herausforderung und bedarf deshalb einer minutiös geplanten und auf alle Gewerke abgestimmte Baulogistik.

Insgesamt stellen Land, VRR und Bahn 152 Millionen Euro für die Baumaßnahmen und die neue Ausstattung (moderner Wartebereich, hellere Beleuchtung und bessere Beschallung) am Standort bereit.


Mehr als ein Drittel davon ist für die Neuerrichtung der Oberleitungsanlagen vorgesehen, die sich an die Arbeiten der Gleishalle anschließen wird.


Das Dach, das die Gleise überspannen wird, soll zukünftig von schlanken Stützen getragen werden, die nicht wie heute im Gleisbereich, sondern auf dem Bahnsteig stehen. „Wir sind sehr stolz, dass wir eine solch außergewöhnliche Architektur mit dieser wellenförmigen Grundform für die neue Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs realisieren werden“, so Martin Sigmund, Regionalbereichsleiter West der DB Station&Service AG. An den Schnittpunkten entstehen vertikale Flächen, die wie die West- und Ostfassade verglast sind und so den neuen Bahnhof mit Licht durchfluten werden. Der Bahnhof wird nach dem Umbau attraktives Entree für die Duisburger Innenstadt werden. "Ein moderner Bahnhof und insbesondere eine neue Gleishalle sind eine tolle Visitenkarte für einen modernen und zukunftsorientierten Standort. Die Fahrgäste erwartet zukünftig bei der Einfahrt in die Stadt Duisburg eine elegante Architektur aus Stahl und Glas. Ich bin sehr froh darüber, dass die alte, in die Jahre gekommene Gleishalle bald in neuem Glanz erstrahlen wird. Von der höheren Aufenthaltsqualität profitieren nicht nur die rund 100.000 ankommenden Bahnreisenden pro Tag, davon profitiert ganz Duisburg!", sagte Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.

Mit dem Bau der neuen Halle muss auch die alte Gleishalle zurückgebaut werden: Sie war erstmals 1933 errichtet und dann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden und stand unter Denkmalschutz.


Weil Technik und Bauweise jedoch nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen und eine Sanierung kaum möglich wäre, haben sich die Deutsche Bahn gemeinsam mit der Stadt Duisburg und in Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde für den Bau einer neuen Gleishalle entschieden.

Während der Bauarbeiten werden Gleissperrungen notwendig sein. Das führt zu veränderten Abfahrts- und Ankunftsgleisen.

Zahlen und Daten zum Duisburger Hbf:


• Anzahl Reisende: rund 100.000 pro Tag

• Anzahl Züge: bis zu 941 pro Tag

• Baujahr der alten Gleishalle: 1933 (Wiederaufbau: 1949-1969)

• Neubau der Gleishalle: 2017-2022

• Grundmaße: 124 x 150 Meter (18.600 Quadratmeter)

• Überdachung: 13 von 14 Gleisen

• Benötigte Materialien für den Neubau:

¬ ca. 2.100 Tonnen Stahl für die Konstruktion

¬ ca. 7.200 Quadratmeter Glas

¬ ca. 19.400 Quadratmeter Dachkonstruktion

• Gesamtinvestitionssumme: 152 Mio. Euro


Bildnachweis: DB Station&Service AG

Presseinformation: Bahnhofmodernisierungen in NRW: Deutsche Bahn, Land und Aufgabenträger starten gemeinsame Initiative “1von150“



Gesamtinvestitionen von mehr als 1 Milliarde Euro in NRW bis 2023


In den kommenden Jahren stehen umfangreiche Modernisierungen an mehr als 150 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen an.

Die Deutsche Bahn, das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und die Aufgabenträger VRR, NVR und NWL starten dazu eine große Informationskampagne: „1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW“ lautet der Titel des Projekts, bei dem

bis 2023 insgesamt 150 Bahnhöfe mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro modernisiert werden.

Ziel der Informationskampagne ist es, die Öffentlichkeit rechtzeitig und umfassend über die anstehenden Baumaßnahmen an den Verkehrsstationen in NRW zu informieren.


Den offiziellen Startschuss der landesweiten Kampagne gaben heute im Hauptbahnhof Duisburg


NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in NRW, Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling DB Station&Service AG, und Martin Sigmund, Regionalbereichsleiter West der DB Station&Service AG, gemeinsam mit dem Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), Martin Husmann, sowie den Geschäftsführern des Nahverkehrs Rheinland (NVR), Dr. Norbert Reinkober, und des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL), Burkhard Bastisch.


Jeder der rund 150 Bahnhöfe, die bis 2023 modernisiert werden, wird künftig mit dem Siegel „1von150: Moderne Bahnhöfe in NRW“ gekennzeichnet.


Außerdem wird kontinuierlich unter der Adresse www.1von150.de eine Internetseite aufgebaut, auf der die Bauprojekte in NRW beschrieben und der Baustatus dokumentiert wird. Hier können sich die Bürgerinnen und Bürger über die anstehenden Modernisierungsarbeiten informieren. Zusätzlich wird es während der Bauzeit Informationsmaterial zum Bauablauf geben.


Finanziert werden die Modernisierungsmaßnahmen der Verkehrsstationen auch aus dem Budget der Modernisierungsoffensiven zwei und drei sowie des Ausbaus der Infrastruktur für den Rhein-Ruhr-Express.

Bis Ende 2023 werden dann zusätzlich zu den zahlreichen schon heute modernisierten Bahnhöfen in NRW 150 weitere mit einer höheren Aufenthaltsqualität, neuer Ausstattung und moderner Reisendeninformation glänzen.

Davon profitieren drei Millionen Reisende, die täglich an den 700 Bahnhöfen im Land unterwegs sind.


Noch in diesem Jahr steht in Schwerte der 100. Spatenstich im Rahmen der Modernisierungsoffensiven an. Bis Ende 2019 sollen 80 Prozent der NRW-Bahnhöfe stufenfrei sein (derzeit: 73 Prozent). Hinzu kommen weitere Maßnahmen an den Stationen wie der Bau und die Installation neuer Aufzüge und Rampenanlagen.

Auch die Beschallung und die Beleuchtung werden neu installiert, Bahnsteigdächer, Personenbrücken und -tunnel neu gebaut oder umfangreich modernisiert. Gleichzeitig werden das Wegeleitsystem und das taktile Blindenleitsystem auf den Bahnsteigen erneuert oder wiederhergestellt.

Bahnhöfe in NRW in Zahlen:


• 87 Bahnhöfe wurden im Rahmen der ersten Modernisierungsoffensive modernisiert (ab 2004), 117 Bahnhöfe sind im Programm der Modernisierungsoffensive zwei (ab 2008) verankert, 35 sind für die Modernisierungsoffensive drei (2016-2023) vorgesehen.


Für 71 Stationen gibt es zudem eine Planungsvereinbarung im Rahmen des Ausbaus für den Rhein-Ruhr-Express (RRX).


Dazu kommt die Sanierung von Großbahnhöfen.

• ca. 3 Mio. Reisende pro Tag in NRW, 61.300 Stationshalte

• Bereits heute sind 99,3 Prozent der Stationen mit Wetterschutz ausgestattet,

73 Prozent aller Bahnhöfe sind stufenfrei (Plan bis Ende 2019: 80 Prozent). Etwa 800 dynamische Schriftanzeiger informieren die Reisenden in NRW.


ZITATE:

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit der stetigen Modernisierung der Bahnhöfe und mit den Vorbereitungen für den RRX sorgen wir dafür, dass Bahnfahren in NRW wieder attraktiver wird.
Die gemeinsame Kraftanstrengung von Land, Bahn und Zweckverbänden unter dem Label „1von150“ soll zu einem Markenzeichen werden für die Modernisierung unserer Schieneninfrastruktur.

Damit die Mobilität von Menschen und Gütern wieder rund läuft, brauchen wir auf der Straße, auf der Schiene und auf unseren Wasserwegen ein Jahrzehnt der Baustellen.

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen: „Für unsere Kunden fängt Bahnfahren am Bahnhof an!
Deshalb sorgen wir in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit unseren Partnern dafür, die Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen für unsere Kunden zu modernisieren. Dass sich heute das Land Nordrhein-Westfalen, alle drei Aufgabenträger in NRW und die Deutsche Bahn hinter der gemeinsamen Idee versammeln, zeigt, welch große Bedeutung ein attraktiver Schienenpersonenverkehr für alle Partner hat und wie intensiv gemeinsam daran gearbeitet wird, dem Kunden ein modernes und qualitativ hochwertiges Produkt über die gesamte Reisekette anbieten zu können.“

Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling DB Station&Service AG: „Wir möchten den Reisenden und Besuchern attraktive Bahnhöfe bieten und die Aufenthaltsqualität weiter steigern. Im Fokus stehen die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie die Reisendeninformation. Die Informationsoffensive “1von150“ stellt alle Details des landesweiten Planungs- und Bauprogramms vor und informiert unsere Kunden umfassend.“

Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr: „Mobilität als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wird in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Um einen qualitativ hochwertigen SPNV zu gewährleisten, ist eine leistungsstarke Nahverkehrsinfrastruktur besonders wichtig.

Durch diese Modernisierungsmaßnahmen schaffen wir es, Bahnhöfe in NRW und insbesondere im Verbundraum an künftige Anforderungen anzupassen. Sie werden nicht nur barrierefrei, sondern für die Fahrgäste auch attraktiver und bieten eine höhere Aufenthaltsqualität. So profitieren Nahverkehrskunden zukünftig von modernen und leistungsfähigen Bahnhöfen.“

Alle Fotos in diesem Beitrag wenn nicht anders vermerkt:

TPD - Foto : Hans Hilger, Duisburg

1 1
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.