Steuerliche Förderung für Wohnungsbau muss kommen

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Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 06.07.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Regierungsfraktionen im Bundestag auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dringend den Rahmen für bezahlbaren Wohnraum zu setzen. Gestern war bekannt geworden, dass die angekündigte steuerliche Förderung für den Mietwohnungsneubau doch nicht mehr kommen soll.

„Die Unfähigkeit sich bei einem so wichtigen Thema wie bezahlbarem Wohnraum im Sinne der Bürger zu einigen, wirft kein gutes Licht auf den Zustand der Großen Koalition. Offenbar schätzen einige Abgeordnete die Sorgen und Nöte ihrer Wähler falsch ein. Beim Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen herrscht akuter Handlungsbedarf. Viele Menschen suchen dort vergeblich nach bezahlbaren vier Wänden und noch mehr haben berechtigte Angst, sich ihre Wohnung bald nicht mehr leisten zu können“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Diesen Menschen zu sagen, Detailfragen verhindern eine Lösung eines ihrer drängendsten Probleme ist das falsche Signal. Es führt zu mehr Demokratieverdrossenheit. Die Politik muss zeigen, dass sie nicht nur versteht, wie groß der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen ist, sondern auch in der Lage ist, nach dieser Einsicht zu handeln. Deshalb brauchen wir umgehend steuerliche Anreize, die es einerseits für Investoren attraktiv machen, Mietwohnungen zu bauen, aber zugleich auch dem Ziel gerecht werden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

In Deutschland besteht in Metropolregionen wie in Uni-Städten ein enormer Bedarf an Miet- und Sozialwohnungen. Jährlich fehlen rund 60 000 bezahlbare Wohnungen und 80 000 Sozialwohnungen. Um Investoren die Chance zu geben, mit dem Bau bezahlbarer Mietwohnungen auch zu verdienen, fordert die IG BAU eine sachgerechte Abschreibung von drei Prozent statt der derzeit geltenden zwei Prozent. Dort, wo die Lage angespannt ist, muss es für Investoren einen zusätzlichen Anreiz geben, der aber gleichzeitig an Mietobergrenzen gekoppelt ist.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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