Tag des Grundgesetzes: IG BAU ruft zu mehr demokratischem Engagement auf

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Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 23.05.2017
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft anlässlich des heutigen Tags des Grundgesetzes zu demokratischem Engagement auf. „Schon für die Schwäche der Weimarer Republik galt: Es gab nicht zu viele Extremisten, sondern zu wenige Demokraten. Viele Menschen haben sich angesichts der damals wachsenden Radikalisierung einfach still verhalten, anstatt sich den radikalen Rechten offen entgegenzustellen“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen. Die Verkündung des Grundgesetzes jährt sich heute zum 68. Mal. Unsere Verfassung bildet ein wehrhaftes Instrument zur Verteidigung der Freiheit. Jeder ist aber selbst gefordert, diese Freiheitsrechte auch zu nutzen. Eine Radikalisierung ist dafür der falsche Weg. Wer etwas in unserer Gesellschaft bewegen möchte, für den bieten demokratische Gruppen die besseren Möglichkeiten. In der IG BAU etwa können sich Beschäftigte unserer Branchen auf allen Ebenen für mehr Teilhabe und stärkere Mitbestimmung stark machen. Sie können so ihre Zukunft im Betrieb und in der Gesellschaft nach ihren Vorstellungen mitgestalten.“

In der Schlusssitzung des Parlamentarischen Rates am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz feierlich verkündet. Es war zuvor am 8. Mai 1949 genau vier Jahre nach Kriegsende nach intensiven Beratungen verabschiedet worden. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen unter der Diktatur der Nationalsozialisten wurden die Grundrechte als elementare Grundsätze verankert.

Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes schützt dabei die Koalitionsfreiheit. Alle Beschäftigten haben danach das Recht, sich in Gewerkschaften zusammenzuschließen. Die Koalitionsfreiheit schützt auch das Recht der Arbeitnehmer zum Streik.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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