Tarifrente Bau kann Vorbild für andere Branchen sein

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Dietmar Schäfers IG BAU stellv. Bundesvorsitzender (Foto: IG BAU)
Frankfurt am Main, 08.10.2015
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mahnt vor wachsender Altersarmut und fordert deshalb die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. „Die privaten Versicherungen für das Alter stecken in der Niedrigzinsfalle. Noch sind wir bei Riester und Co in der Einsammelphase. Wie stark die Schieflage ist, wird sich erst zeigen, wenn die Anbieter die Verträge in größerem Umfang bedienen müssen.

Klar ist aber schon jetzt: Die Produkte werden die Rentenlücke für Beschäftigte nicht wie versprochen ausgleichen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers anlässlich der heutigen SOKA-BAU-Tagung zum Thema tarifliche Altersvorsorge.

„Um künftige Altersarmut zu verhindern, muss die Bundesregierung jetzt reagieren: Zum einen muss die Kürzung bei der gesetzlichen Rentenversicherung angesichts der gescheiterten Privatvorsorge rückgängig gemacht werden. Zum anderen brauchen wir eine verbindliche Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten. Wie das geht, haben die Sozialpartner der Bauwirtschaft vorgemacht. Der Tarifvertrag über eine zusätzliche Altersversorgung kann der Politik als Blaupause für eine Lösung dienen. Er bindet alle Betriebe ein, so dass sämtliche Beschäftigte und Auszubildenden davon profitieren.“

Zum 1. Januar 2016 tritt der bereits für allgemeinverbindlich erklärte Tarifvertrag in Kraft. Versorgungsträger der tariflichen Betriebsrente ist die Zusatzversorgungskasse der Bauwirtschaft. „Entscheidendes Element ist dabei die Allgemeinverbindlichkeit der Zusatzversorgung“, sagte Schäfers. „Denn die Baubranche ist geprägt durch Betriebe mit wenigen Mitarbeitern. Kleinunternehmen sind es aber meist, die keine betriebliche Altersvorsorge anbieten. Nur durch Allgemeinverbindlichkeit kann die notwendige Breitenwirkung erzielt werden.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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