Terrorismus in Europa - nur eine Randnotiz eines islamischen Religions- und Kulturkampfes

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Eine endlose Reihe: Tunesien ... Paris, Istanbul, Djakarta ... Niemand scheint vor dem Terrorismus sicher zu sein. Und immer wieder IS, IS, IS.

Ist das, was man unter IS versteht, eigentlich ein staatliches Gebilde, wie der "Islamische Staat" sich versteht? Die Attentäter - sie sind oftmals kein Teil des IS, sondern fühlen sich dem verbunden, was dieser propagiert. Und das ist eine intolerante, fundamentalistische Interpretation des Koran, ein Anachronismus in unserer aufgeklärten Zeit. Umso gefährlicher ist die archaische Denkweise der so genannten IS-Terroristen und ihrer Lenker.

Die meisten Opfer des IS und seines Umfeldes sind Muslime. Die Mehrheit der Muslime macht aber nicht den Eindruck, dass sie sich als erstes Ziel der IS-Ideologie begreifen. Womöglich hält sie auch deshalb relativ still, weil sie sich eine weltweite Ausbreitung des Islam erhofft. Der Streit zwischen Schiiten und Sunniten ist den arabischen Staaten augenscheinlich bedeutender als das, was die IS-Ideologie will. Die IS-Ideologie scheint in der islamischen Welt zugunsten einer Taktiererei einen weit verbreiteten Duldungsstatus zu genießen. Dabei ist diese Ideologie wesentlich radikaler und kann manchen islamischen Staaten, die sich jetzt noch in Sicherheit wiegen, an den Kragen gehen.

Warum wenden sich die Muslime, die vor dem IS fliehen, eigentlich nicht nur an die großen, kulturverwandten Nachbarländer, warum zieht es viele in die Fremde nach Europa? Die Frage muss erlaubt sein.

Europa incl. Russland und die USA meinen, in vorderster Linie für Ordnung sorgen zu müssen, was allerdings schief gehen könnte, denn das Symptom IS steht zunächst für einen innerislamischer Religions- und Kulturkampf. Deshalb ist es in erster Linie an den islamisch geprägten Staaten, diese geistige und militärische Auseinandersetzung auszutragen. Die Bereitschaft scheint jedoch gering. Unterdessen ist Europa aber längst in die Falle getappt und hat sich in einen Konflikt ziehen lassen, der uns eigentlich nur am Rande betreffen sollte.
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3 Kommentare
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Martina Janßen aus Hattingen | 15.01.2016 | 14:05  
5.014
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 15.01.2016 | 14:55  
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Mariola Stanko aus Duisburg | 16.01.2016 | 22:00  
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