Valentinstag: Arbeit von Floristen muss honoriert werden

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Harald Schaum stellv. Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 14.02.2016
Zum Valentinstag sind Blumen das klassische Geschenk. Vor allem rote Rosen stehen als Symbol der Liebe hoch im Kurs. Deshalb haben die rund 35 000 Beschäftigten in der Floristik rund um den 14. Februar alle Hände voll zu tun. Die Floristengewerkschaft IG BAU weist auf die hohe Arbeitsbelastung an solchen Spitzentagen hin.

„Wie viel Arbeit in einem schönen Blumenstrauß steckt, sieht kaum ein Kunde. Es ist nicht mit dem Binden getan, sondern der Tag beginnt oft in aller Frühe mit der Fahrt zum Großmarkt“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Blumen, Töpfe und Säcke voller Erde müssen getragen werden. Anschließend heißt es den ganzen Tag stehen und unter Zeitdruck Blumen fachmännisch und kreativ zu Sträußen binden. Es ist nur fair, wenn dieses Engagement und die harte Arbeit gerecht honoriert werden.“

Mit dem Tarifabschluss für Floristinnen und Floristen ist der IG BAU im vergangenen September im Osten ein Durchbruch gelungen. Nach elf Jahren ohne Regelung gilt für die Beschäftigten dort wieder ein Tarifvertrag. Eine wichtige Errungenschaft ist die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von zuvor 41 Stunden auf 39 Stunden, wie im Tarifgebiet West. Selbstverständlich stiegen auch die Entgelte. Aktuell erhalten die Fachkräfte im Westen 10,26 Euro pro Stunde. Im Osten liegt das Eckentgelt bei 8,80 Euro und damit höher als der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro.

„Die große Sorge der Arbeitgeber, dass Kunden bei höheren Blumenpreisen ausbleiben, war unberechtigt. Nach wie vor sind Blumensträuße eine der beliebtesten Aufmerksamkeiten“, sagte Schaum. „Schon im Weihnachtsgeschäft haben wir gesehen, dass sich der Tarifabschluss nicht negativ auf die Nachfrage ausgewirkt hat. Zum jetzigen Valentinstag stellen wir das gleiche fest.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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