Wacht auf! Die Menschheit rüstet auf zur Selbstzerstörung!

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Duisburg: Duisburg | Frontal 21 berichtete heute im ZDF über Killerroboter, über autonome Kriegswaffen, die selbst über Tod und Leben entscheiden, ohne Moral, ohne Mitleid, ohne Humanität, nur der Zweckmäßigkeit verpflichtet.

Die Rüstungsindustrie rechtfertigt die Entwicklung und Produktion dieser Waffen damit, die Soldatenleben der im Besitz dieser Waffen befindlichen Mächte zu schützen.
Wie pervers!
Ein Plädoyer für ein risikoloses Töten von Menschen!
Krieg wie ein Computerspiel!
Krieg als Krieg der Roboter? Eine Illusion. Eher Krieg der Roboter gegen Menschen!
Ich erschaudere!
Dabei geht es der Rüstungsindustrie nur um Umsatz und Gewinn!
Hier überschreitet der Kapitalismus eindeutig die Grenzen jeglicher Humanität.

Entwicklung, Produktion und Einsatz von Killerrobotern, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, müssen weltweit geächtet werden!!!

Aber ich bin nur ein unbedeutender Rufer, dessen Ruf verhallen wird, der auch nicht auf Unterstützung derer zählen kann, die sich auf ihre kleine, vermeintlich heile Welt beschränken, über der ein Damoklesschwert hängt, das sie nicht sehen oder nicht sehen wollen. Und die Rufer? Wer will sie schon hören?!

Da fällt mir ein Gedicht ein, das vor langer Zeit geschrieben wurde und an Aktualität nichts eingebüßt hat:

Günter Eich

Wacht auf!

Wacht auf, - denn eure Träume sind schlecht!
Bleibt wach, - weil das Entsetzliche näher kommt.

Auch zu dir kommt es, der weitentfernt wohnt
von den Stätten, wo Blut vergossen wird,
auch zu dir und deinem Nachmittagsschlaf,
worin du ungern gestört wirst.
Wenn es heute nicht kommt, kommt es morgen,
aber sei gewiß.

"Oh, angenehmer Schlaf
auf dem Kissen mit roten Blumen,
einem Weihnachtsgeschenk von Anita, woran sie drei Wochen gestickt hat,

oh, angenehmer Schlaf,
wenn der Braten fett war und das Gemüse zart.
Man denkt im Einschlummern an die Wochenschau von gestern abend:
Osterlämmer, erwachende Natur, Eröffnung der Spielbank in Baden-Baden,
Cambridge siegte gegen Oxford mit zweieinhalb Längen, -
das genügt, das Gehirn zu beschäftigen.

Oh, diese weichen Kissen, Daunen aus erster Wahl!
Auf ihm vergißt man das Ärgerliche der Welt, jene Nachricht zum Beispiel:
Die wegen Abtreibung Angeklagte sagte zu ihrer Verteidigung:
Die Frau, Mutter von sieben Kindern, kam zu mir mit einem Säugling,
für den sie keine Windeln hatte und der
in Zeitungspapier gewickelt war.
Nun, das sind Angelegenheiten des Gerichtes, nicht unsre.
Man kann dagegen nichts tun, wenn einer etwas härter liegt als der andre.
Und was kommen mag, unsere Enkel mögen es ausfechten."

Ach, du schläfst schon? Wache gut auf, mein Freund!
Schon läuft der Strom in den Umzäunungen, und die Posten sind aufgestellt.

Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für
euch erwerben zu müssen.
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit
der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!


Ich wünsche FROHE WEIHNACHTEN.
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4 Kommentare
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 14.12.2016 | 11:51  
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Peter Gross aus Bochum | 16.12.2016 | 17:07  
7.586
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 16.12.2016 | 19:47  
436
Peter Gross aus Bochum | 17.12.2016 | 18:45  
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