Waldbesitzer müssen Team-Verantwortung stärken

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Harald Schaum, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 21.03.2016
Die Forstgewerkschaft IG BAU weist anlässlich des heutigen Tags des Waldes auf die hohe Verantwortung der Waldbesitzer für die fachgerechte Nutzung und den Erhalt des Forstes hin. „Vor Ort im Revier legen die Beschäftigten die Grundlagen für eine naturgemäße Waldwirtschaft und einen gesunden Wald.

Das funktioniert aber nur, wenn die Strukturen so beschaffen sind, dass die Fachkräfte ihrer hohen und ganzheitlichen Verantwortung auch tatsächlich nachkommen können“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

„Damit die Experten ihr Know-how bestmöglich einsetzen können, muss die Arbeit deshalb weg von starren Hierarchien und hin zu gemeinschaftlich arbeitenden Teams organisiert sein. Die Fachkräfte vor Ort erkennen selbst am besten, wie gewirtschaftet werden muss, um Schäden oder Gefahren abzuwenden. Sie müssen danach handeln können, ohne von oben ausgebremst zu werden. Nur auf diese Weise können wir den Wald in seinen Funktionen sowohl als Wirtschaftsfaktor wie gleichzeitig als Erholungsgebiet und Lebensraum auf Dauer erhalten.“

Derzeit werden viele Arbeiten im Forst ausgelagert. Das führt dazu, dass zu viele Entscheider, Planer und Kontrolleure auf diejenigen einwirken, die die eigentliche Arbeit vor Ort machen. Gleichzeitig gefährdet der Trend zu einer industriell ausgerichteten Forstwirtschaft den schonenden und bewahrenden Umgang mit dem Wald.

Ein weiteres Risiko – nicht nur für den Forst, sondern auch für die Menschen - liegt in der Beschäftigung von immer mehr ungelernten Arbeitern. „Wer auf Fachkräfte verzichtet und stattdessen Arbeiter einstellt, die vielleicht weniger Lohn kosten, dafür aber kaum Kenntnisse mitbringen, handelt unverantwortlich“, sagte Schaum. „Zum einen ist das Ökosystem Wald extrem empfindlich. Falscher Umgang mit dem Wald verursacht gravierende Schäden. Zum anderen drohen den Arbeitern selbst große Verletzungsgefahren, etwa wenn sie ohne Ausbildung mit Motorsägen hantieren.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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