Wasser muss Teil öffentlicher Daseinsvorsorge bleiben

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Robert Feiger Bundesvorsitzender (Vorstandsbereich Bundesvorsitzender) (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 02.09.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert anlässlich des heutigen Abschlusses der Weltwasserwoche in Stockholm, die Kommerzialisierung von Trinkwasser zu stoppen. „Wasser ist keine Handelsware. Es darf nicht den Profitinteressen von Konzernen und Anlegern unterworfen werden.

Europa muss hier international vorangehen und die Versorgung mit Trinkwasser den Märkten entziehen. Dafür brauchen wir eindeutige Regelungen, die festlegen, dass die Wasserver- und entsorgung unverhandelbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. „Zugang zu sauberem Wasser muss für jeden möglich sein. Das ist von den Vereinten Nationen längst als Menschenrecht anerkannt worden.“

Die Abhängigkeit der Menschen von Wasser weckt jedoch Begehrlichkeiten von Investoren, die sich eine schrankenlose Liberalisierung des Wassermarktes wünschen. Weltweit sind schon jetzt viele Versorger als wichtigste Wasserlieferanten in ihren Gemeinden privatisiert. Experten schätzen den jährlichen Umsatz im weltweiten Wassermarkt auf 600 Milliarden Dollar. Sogenannte Wasseraktien versprechen ihren Besitzern dabei überdurchschnittlichen Gewinn. „Die Menschen haben von einer Wasserprivatisierung nichts. Im Gegenteil: Die Preise steigen und die mit öffentlichen Mitteln erbaute Infrastruktur zur Ver- und Entsorgung, droht zu verfallen“, sagte Feiger. „Wir brauchen mehr Investitionen in diese Infrastruktur und nicht weniger.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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