Wohn-Prognose: Duisburg und der Niederrhein brauchen 20280 neue Wohnungen bis 2020

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Grünes Licht für den Wohnungsbau: Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung müssen in Duisburg und am Niederrhein bis 2020 rund 20280 neue Wohnungen gebaut werden. (Foto: IG BAU)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung


Wohn-Prognose warnt vor Stillstand: In den kommenden fünf Jahren müssen in Duisburg und am Niederrhein rund 20280 neue Wohnungen gebaut werden. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Allein in diesem Jahr werden demnach rund 3690 zusätzliche Wohnungen in Duisburg und am Niederrhein gebraucht.

„Bei vielen Altbauten – gerade aus der Nachkriegszeit – lohnt sich eine Sanierung wirtschaftlich kaum noch. Damit fallen nach und nach immer mehr Wohnungen weg. Gleichzeitig kommen mehr Zuwanderer zu uns“, sagt Friedhelm Bierkant, Bezirksvorsitzender der IG BAU Duisburg-Niederrhein. Außerdem gebe es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten. „All das lässt den Bedarf an neuem Wohnraum in Duisburg und am Niederrhein steigen“, so Bierkant.

Die IG BAU Duisburg-Niederrhein fordert, beim Neubau besonders den bezahlbaren Wohnraum im Blick zu haben. „Wir brauchen in Duisburg und am Niederrhein mehr Wohnungen für Normal- und Geringverdiener. Außerdem gibt es einen enormen Mangel an altersgerechten Wohnungen. Auch das Angebot bei Sozialwohnungen ist schon seit langem mehr als dürftig. Selbst wer einen Wohnberechtigungsschein hat, hat oft kaum eine Chance, auch tatsächlich eine Sozialwohnung zu bekommen“, sagt Friedhelm Bierkant. Diese Situation könne sich bei weiter steigenden Flüchtlingszahlen bald zuspitzen. Hier seien der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gefordert, so der IG BAU-Bezirkschef.

Für seine Prognose zum zusätzlichen Wohnraumbedarf hat das BBSR unter anderem den aktuellen Wohnungsmarkt, die Bevölkerungsentwicklung und die Alterung der Wohngebäude berücksichtigt. Für die IG BAU ist das Fazit klar: „Mit dieser Studie liegen die Fakten auf dem Tisch. Für den Neubau bezahlbarer Wohnungen in Duisburg und am Niederrhein müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Dafür brauchen wir auch mehr steuerliche Anreize und weniger Bürokratie rund um den Bau“, so Bierkant.
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