Achtung Trickdiebstahl! Vorsicht beim Geldabheben am Bankomaten!

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Beim Geldabheben ist Vorsicht geboten: An allen Bankomaten. Fotos: Kirchner
 

In den letzten Wochen kam es in Duisburg vermehrt zu Trickdiebstählen an Geldautomaten. Die Polizei und die Banken raten ausdrücklich zur Vorsicht. Gerade schwache, versehrte oder ältere Personen sollten stets in Begleitung einen Bankomaten aufsuchen oder nur in einer Schalterhalle mit Personal Geld abheben.

Der aktuellste Zwischenfall ereignete sich vergangenen Samstag. Zwei Kinder bedrängten am Friedrich-Wilhelm-Platz eine 54-jährige Frau an einem Geldautomaten. Mit flinken Fingern änderten sie dabei den eingegebenen Betrag in 400 Euro. Der Frau gelang es aber, die etwa elf bis 14-jährigen Kinder wegzuschieben. Sie flüchteten dann ohne Beute. In diesem Fall war es noch einmal gut gegangen. Oft sind die Täter aber erfolgreich. Und die Fälle häufen sich.

Die Banken haben längst mit Vorkehrungen auf die Gefahren reagiert.

Die zunehmende Zahl an Trickdiebstählen beim Geldabheben am Bankomaten haben dazu geführt, das viele Banken Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben – sei es durch Security-Personal oder zumindest durch Warnhinweise. Der Wochen Anzeiger hat bei einigen Banken in Duisburg nachgefragt, was sie im Einzelnen tun.

Die Volksbank Rhein-Ruhr verfolgt die Entwicklung rund um das Thema „Übergriffe an Geldautomaten“ seit langem sehr aufmerksam, teilt zum Beispiel Günter Sickmann, Pressesprecher der Volksbank Rhein-Ruhr eG mit. „Zum Schutz der Mitglieder und Kunden der Genossenschaftsbank gibt es seit Einführung der Geldautomaten bei der Volksbank Rhein-Ruhr nur sogenannte Foyerlösungen.“
Das bedeute, dass Mitglieder und Kunden der Bank Geld an den bankeigenen Automaten nur innerhalb der Räumlichkeiten der Bank abheben können. Überall dort, wo große Fensterflächen Einsicht in das Foyer gewähren, habe die Bank Sichtschutzfolien anbringen lassen, so dass man von innen nach außen schauen kann, aber nicht umgekehrt.

Darüber hinaus werde mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern direkt neben den Geldautomaten auf die mögliche Gefahr von Übergriffen hingewiesen, und es gebe Tipps für präventives Verhalten. „Die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen sind besonders sensibilisiert, auf die Geschehnisse rund um die Geldautomaten zu achten. Außerdem raten die Volksbanker ihren Mitgliedern und Kunden immer wieder, Ungewöhnliches und Auffälligkeiten im Foyer sofort zu melden. Ferner sei es angeraten, in Begleitung einer zweiten Person Bargeld abzuheben“, so Sickmann.
Das Erfordernis, in den Foyers der Volksbank Rhein-Ruhr Wachleute zu postieren, werde derzeit nicht gesehen. Allerdings beobachte man die Entwicklung sehr genau.

Die Sparkasse Duisburg hingegen setzt Security-Personal in der Automatenhalle in der City ein. Auch darüber hinaus seien „vermehrt Sicherheitskräfte im Einsatz“, teilt Johannes Hümbs, Sprecher der Sparkasse, mit. „Die Sparkasse Duisburg macht in ihren Geschäftsstellen auf die anhaltende Diebstahlserie mit Plakaten und Anzeigen im Display des Geldautomaten aufmerksam.“

Das Vorgehen der Trickdiebe erfolge meist nach dem gleichen Muster: Häufig seien es weibliche, minderjährige Täter, die die Eingabe der PIN abwarteten, das Opfer dann abdrängten und dann das Geld herauszögen. „Besonders betroffen sind dabei Senioren, die nicht mehr so schnell zu Fuß sind. Nach dem Diebstahl verlassen die Diebe fluchtartig den Tatort und sind nur schwer ausfindig zu machen“, erklärt Hümbs, der auch auf Beweis-Videos hinweist, die aber nicht veröffentlicht werden dürfen.

Die Sparkasse hat Spiegel über den Geldautomaten angebracht, die dem Kunden ermöglichen, das Umfeld hinter sich im Auge zu behalten. Die Warnhinweise im Display erinnern dann beim Geldabheben daran, vorsichtig zu sein. Im Notfall rät die Sparkasse dazu, den Vorgang abzubrechen. So sei eine Bargeldverfügung nicht mehr möglich.

Severine Euteneuer, Filialleiterin der Sparda-Bank in Duisburg, erklärte: „Zum Schutz unserer Kunden haben wir etliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Alle Foyers der Sparda-Filialen sind videoüberwacht und werden beobachtet. Der Wachdienst kann ins Foyer hineinsprechen und im Verdachtsfall Kunden warnen oder sofort den Polizeieinsatz veranlassen.
Auf unseren Geldautomatendisplays finden sich entsprechende Sicherheitshinweise, zudem haben wir in unseren Selbstbedienungsbereichen auch Hinweisschilder angebracht.“
Auch die Sparda-Bank rät ihren Kunden, bei der Geldabhebung an den Automaten ihre Umgebung achtsam zu beobachten, sich nicht ablenken zu lassen und im Notfall den Vorgang abzubrechen.
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Olaf Oberkalkofen aus Duisburg | 01.11.2013 | 14:06  
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