Der schmale Grat - Vom Follower zum Stalker

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Alles ist vergänglich.
Im Internet und in den sozialen Netzwerken bestimmt die Anzahl der Follower nicht nur gesellschaftspolitische Themen, was "in" und "out" ist, worüber gelacht wird, über "No-gos" und Dinge zum Nachahmen, sondern auch den Wert eines Menschen. Selbst kein Follower zu sein und wenige Follower, Kommentare, Likes oder Beiträge zu haben, scheint dabei einem Mangel an Persönlichkeit gleich zu kommen. Manchmal ruft das einen Stalker und/oder Psychopathen herbei, und ab da tun sich menschliche Abgründe auf.
Diese Personen sind extrem ehrgeizig (Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers), können nix, fühlen sich aber überall einsatzbereit und einsetzbar. Sie sehen ständig irgendwelche Probleme, obwohl sie das eigentliche Problem sind und verkomplizieren einfache Sachverhalte zur eigenen Daseinsberechtigung. Mehr noch, sie leben vom folgen, sie sind stolz auf ihre Account-Punkte und sammeln besessen fremde und eigene Kommentare. Sie fühlen sich als Urgestalten eines Forums, trauen meist nur sich selbst über den Weg, kämpfen darum, möglichst viele Beiträge zu schreiben und bewegen sich ständig auf ausgetretenen Pfaden.
Oft sind sie ziemlich verranzt, unter der Maske sind sie ungewaschen, mit ungeputzten Zähnen, die Augen glanzlos. Ihre Beiträge haben sie sich augenscheinlich beim Kacken rausgepresst und statt sie runter zu spülen, präsentieren sie diese klebrige, stinkende Masse als Meinung. Sie haben überhaupt zu jedem und allem eine aufdringliche Meinung.
Das soziale Netzwerk sehen sie als ihren eigenen ideenlosen, versifften Spielplatz und als persönlichen Maskenball, unter der Maske versteckt sich dabei oft eine Gesichtskloake und hinter der Kloake eine gestörte Persönlichkeit.
Ich wage gerade den Versuch, über solche Psychos und Stalker zu schreiben und deren Verbindung zu sozialen Netzwerken, in denen sie sich als unfähig und überfordert erweisen, weil sie sich mit ihrer Selbstüberschätzung ständig angegriffen und genötigt fühlen, anderen zu sagen, wo es lang geht. Dabei haben sie längst den Blick für sich selbst verloren und missachten und überschreiten ständig Grenzen anderer.

Doch, wie erkennt man einen psychisch Kranken, wenn doch die Norm nie klar zu definieren ist und die Grenzen sich nicht zuletzt durch das Netz verschoben haben?
Niemand ist paranoid, wenn er das Gefühl hat, dass der Follower zum Stalker geworden ist. Niemand muss seine eigenen Grenzen der Vernetzung opfern, jeder hat das Recht auf Freiheit (in Bild- und Schriftform). Wehret den Anfängen. Jedem Nutzer muss - unter Berücksichtigung der AGB und des Verhaltenskodex - die volle Kontrolle über seinen Account gegeben werden, sprich Schutz vor Belästigung durch die Möglichkeit, Nutzer zu sperren und Kommentare zu löschen. Jemandem auf Anfrage hin zu raten, Stalker einfach zu ignorieren ist bekanntermaßen der falsche Weg.

Ich habe hier ein paar eigene Fragen zusammen gestellt, als eine Art Checkliste zur Enttarnung der Psychos, eigene Aussagen gesammelt und biete Lösungsvorschläge, weil "Öffnen und Abziehen" ist nicht wirklich meins.

Frage 1: Sie haben sich irgendwann entschlossen, mir zu folgen. Warum?

Frage 2: Sind Ihnen ihre Punkte, Follower, Beiträge etc. zu Kopf gestiegen? Are you fishing for compliments? Fühlen Sie sich gar als Forum-Polizist?

Frage 3: Offensichtlich sind wir nicht auf einer Wellenlänge und Sie mögen nicht, was ich tue. Warum (ver)folgen sie mir/mich dann immer noch? Sind Sie verwirrt?

Frage 3: Warum folgen Sie mir trotz fehlendem Feedback und Interesse?

Frage 5: Fühlen Sie sich selbst als Opfer, fühlen Sie sich gar bedroht oder genötigt?

Frage 6: Finden Sie auch, dass es ein schmaler Grat ist vom Follower zum Stalker?


Aussage 1: Es interessiert mich nicht, was Sie machen.

Aussage 2: Ich fühle mich von Ihnen belästigt.

Aussage 3: Kontakt kann man niemandem aufzwingen, auch nicht durch sinnfreie, aufdringliche Kommentare. Neue Kontakte kann man nicht erzwingen.

Aussage 4: Nur weil Sie mir/mich penetrant (ver)folgen, heißt das nicht, dass mich das zu irgendetwas verpflichtet.

Aussage 5: Regeln, die Sie sich schufen, zwingen Sie jetzt in die Knie.

Aussage 6: Es ist ein schmaler Grat zwischen Follower und Stalker.



Vorschlag 1: Es sei Ihnen erlaubt, über mich hinweg zu sehen.

Vorschlag 2: Erweitern Sie ihren Horizont auf mehr als 2 Quadratmeter. Das ist ein Anfang.

Vorschlag 3: Respektieren und akzeptieren sie offensichtliche Grenzen anderer.

Vorschlag 4: Loslassen, wer nicht will, der hat schon.

Vorschlag 5: Wenn Sie noch dazu fähig sind, prüfen Sie sich selbst:

Bin ich schon ein Stalker?
Bin ich schon ein Psychopath?


Niemand kann genau bestimmen, wie viele Psychopathen es auf der Welt gibt, ich behaupte aber, dass die Welt von Psychopathen regiert wird, sie tummeln sich meist in Führungspositionen und haben alle Bereiche des Lebens, wie Politik, Medizin, Wissenschaft, Sport etc. unterwandert, und auch soziale Netzwerke entpuppen sich oftmals als ihr Tummelplatz. Trolle, Cyber-Mobber und Stalker nehmen immer mehr zu, selbst unter "Erwachsenen".

Gott sei Dank bin ich eins, ganz und gesund und muß mich nicht lange grämen, denn einen "Psycho-Stalker" erkennen zu können, ist gut. Das ist nur der ganz normale Wahnsinnige, der einem ab und zu begegnet. Meine Intuition und Empathie ermöglichen es mir sogar, diesen Täter bei genauerer Betrachtung als das eigentliche Opfer zu identifizieren. Das Leben hat ihn nicht sehr verwöhnt, ihm geht jegliches Feingefühl ab und er hatte nie ein Gespür für den Puls der Zeit, für spirituelle Entwicklung, bis hin zur ZuFriedenheit. Er ist und bleibt ein Opfer. Weit entfernt von seiner persönlichen Wahrnehmung, gehirngewaschen gebildet, ein Ehrgeizling ohne Können, früh vergiftet. Verloren. In die Knie gezwungen von fremden Regeln. Von aussen nach innen, verdorben.
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