Diagnose Demenz

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Mit steigender Lebenserwartung erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. (Foto: Werkfoto: DAK)
Duisburg: Rathaus Duisburg | Je älter wir werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. In Deutschland leiden derzeit etwa 1,2 Millionen Menschen an einer solchen Erkrankung. Allein in Duisburg sind schätzungsweise 7.500 Menschen betroffen.
Für die Erkrankten ist diese Diagnose oft ein Schock. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen werden in der häuslichen Umgebung durch Angehörige gepflegt, die dabei oftmals die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreichen. Doch es gibt Hilfe. In Duisburg gibt es dafür drei Anlaufstellen.

Das FORUM Demenz ist ein Wegweiser für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen, Freunde und Nachbarn. Es hilft, ein tragfähiges Unterstützungsnetz zu entwickeln, damit die Erkrankten möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter als Fachberater und Lotse durch den "Dschungel" des Gesundheitswesens zur Verfügung. Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt hat drei Träger: die AWOcura gGmbH, das Evangelische Christophoruswerk und die PariSozial gGmbH.
In einem ersten Schritt informiert das FORUM Demenz über den Verlauf der Demenz, den Umgang mit den Menschen, Möglichkeiten der Diagnostik sowie die Chancen und Grenzen einer Behandlung. Auch Fragen zur Finanzierung der Pflege werden hier beantwortet. Danach begleiten die Mitarbeiter bei der Zusammenarbeit mit Allgemeinmedizinern, Fachärzten und Kliniken, etwa wenn es um die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit, den Einsatz ambulanter Pflege und die Vermittlung von Kurzzeit- und Tagespflege ein. Wichtig für pflegende Angehörige sind Informationen über Entlastungsangebote und den häuslichen Unterstützungsdienst. Für die Freizeitgestaltung interessant sein können Angebote wie Betreuungs- und Tanzcafés oder Gesprächskreise.
Die drei Projektträger decken die drei Bereiche Duisburgs ab. Für die Region Mitte/Süd ist das die AWOcura gGmbH, Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort, Tel. 0203 / 30 95-676, E-Mail forum.demenz@awocura.de, Ansprechpartnerin: Inge Klein. Für die Region Nord ist das das Evangelische Christophoruswerk, Bonhoefferstraße 6-22 in Meiderich, Tel. 0203 / 410-10 09, E-Mail forum.demenz@cwdu.de, Ansprechpartner: Andrea Heister und Francesco Cavallo. Für die Region West ist das die PariSozial gGmbH, Mevissenstraße 16-18 in Neuenkamp, Tel. 0203 / 31 81 431, E-Mail forum.demenz@parisozial-duisburg.de, Ansprechpartner: Verena Krekeler und Angelika Berg.

Die AlzheimerGesellschaft Duisburg hilft nicht nur den Betroffenen. Sie engagiert sich dafür, dass Menschen mit Demenz in Duisburg ein Leben führen können, in dem sie gesellschaftlich anerkannt und gut aufgehoben sind. Angehörige haben die Möglichkeit, sich an den von der AlzheimerGesellschaft organisierten Gesprächskreisen in ihrer Nähe zu beteiligen, sich mit Betroffenen auszutauschen und Rat zu holen. Außerdem bietet sie regelmäßig Kurse zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz an sowie Betreuungscafés. Die AlzheimerGesellschaft hat ihren Sitz auf der Wintgensstraße 63-71 in Duissern, Tel. 0203 / 30 95-104, E-Mail info@alzheimer-duisburg.de.

Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet gehört mit zwölf weiteren regionalen Einrichtungen zur Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen. Die Region Westliches Ruhrgebiet umfasst die Städte Bottrop, Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen.
Aufgaben des Demenz-Servicezentrums sind unter anderem die Information, Erstberatung und Vermittlung von weiterführenden Hilfen, die Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten und die Schulung und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Hier werden bereits gesammelte Erfahrungen und Kompetenzen unterschiedlicher Akteure gebündelt und der ganzen Region verfügbar gemacht.

Die Quelle für diese Informationen ist das Amt für Soziales und Wohnen.
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