"Duisburger Brückentage" - Karl-Lehr-Brückenzug und Brücke der Solidarität werden im Herbst saniert

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Ob's bei uns mehr Brücken als in Venedig gibt, lassen wir mal dahingestellt. Fest steht jedenfalls, dass jede Menge Bauarbeiten nötig sind, um sie instand zu halten. (Foto: Hannes Kirchner)
 
Am 25. September starten die Arbeiten auf der Ruhrbrücke. (Foto: Frank Preuß)

Ob es nun 650 oder knapp 700 sind, weiß wahrscheinlich niemand so genau. Fest steht allerdings, dass viele der Duisburger Brücken reparaturbedürftig sind. So müssen die Ruhrbrücke im OB-Lehr-Brückenzug und die Brücke der Solidarität über den Rhein im Herbst ertüchtigt werden.

Die Zeitplanung und die Abstimmung mit der DVG und den Baufirmen sind erfolgt, um die Eingriffe in den Verkehrsfluss auf das unvermeidbare Minimum zu reduzieren.

Ab Montag, 25. September, um 4 Uhr morgens beginnen die Arbeiten auf der Ruhrbrücke. Die dringenden Sanierungsmaßnahmen an der 110 Jahre alten Ruhrbrücke sind erforderlich, um die Brücke bis zur Fertigstellung des Brückenneubaus für den Verkehr weiterhin nutzen zu können. Erneuert werden muss der nördliche Fahrbahnübergang zwischen Brücke und Straße. Über die komplette Brückenbreite muss der Übergang erneuert werden. Die Arbeiten werden im Mehrschichtbetrieb auch an den Wochenenden einschließlich der Sonntage durchgeführt. Zeitgleich wird durch die DVG der Asphalt im Gleisbereich auf der Höhe Pontwert erneuert. Weitere Reparaturarbeiten wird die DVG während der Linientrennung im Verlauf der Strecke durchführen. Für die Straßenbahn gibt es Schienenersatzverkehr. Die eingesetzten Busse fahren in beiden Fahrtrichtungen, ampelsignalisiert, über die Brücke.

Für den Kraftfahrzeugverkehr bleibt während der Baumaßnahmen die Brücke aus Richtung Ruhrort in Fahrtrichtung Innenstadt gesperrt. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Aus der Innenstadt in Fahrtrichtung Ruhrort kann der Verkehr über die Brücke fahren. Die Arbeiten auf der Ruhrbrücke werden bis zum 13. Oktober um 4 Uhr morgens dauern. Dann wird die Brücke wieder für den Straßenbahnverkehr und den Kraftfahrzeugverkehr in beiden Fahrtrichtungen freigegeben.
Im Anschluss an die Arbeiten auf der Ruhrbrücke beginnt am Freitag, 13. Oktober, die Erneuerung der Schilderbrücken für die Fahrspursignalisierung auf der Brücke der Solidarität zwischen Hochfeld und Rheinhausen. Dazu muss die mittlere Spur für drei Wochen gesperrt werden. An drei Wochenenden wird dann die Brücke komplett gesperrt, um mit Kränen die neuen Schilderbrücken zu montieren. Die Arbeiten werden insgesamt drei Wochen dauern, am 3. November sollen sie abgeschlossen sein.

Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Rheinbrücke Neuenkamp. Am Mittwoch gab es in Duisburg ein erstes Expertentreffen unter Leitung von Regierungspräsidentin Anne Lütkes, um über den Sachstand der Baumaßnahmen und das weitere Vorgehen zu sprechen. Zu den 43 Teilnehmern gehörten neben denen der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln Vertreter des Verkehrsministerium, des Landesbetriebes Straßenbau NRW, der anliegenden Kommunen, der Polizei, der Niederrheinischen IHK, der Projektmanagementgesellschaft Deges sowie weitere zahlreiche Experten aus Wirtschaft, verschiedenen Verbänden und Institutionen.
In dieser Konstellation wird es weiterhin regelmäßig Arbeitsgespräche geben, bei denen die Verkehrssituation analysiert und eine stetige Verbesserung angestrebt wird.
Im Fokus des Treffens stand zum einen die Betrachtung der aktuellen Verkehrssituation. Besprochen wurden Lösungsansätze mit Blick auf ein stabiles Umleitungsmanagement, die Beeinflussung von Quell- und Zielverkehren in Duisburg, Netzwerke und Informationssysteme, LKW-Kon-trollmaßnahmen und auch die Möglichkeiten, die Brücke durch die Einbeziehung anderer Verkehrsträger zu entlasten.
Darüber hinaus thematisierte die Runde auch den Sachstand des anstehenden Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Rheinbrücke. „Die A 40 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern im Ruhrgebiet und als Verbindung der beiden Rheinufer über die Neuenkamper Brücke unerlässlich. Ich gehe davon aus, dass durch Treffen wie heute, bei denen viele Protagonisten im Planfeststellungsverfahren zusammen kommen, sehr viele noch offene Fragen besprochen und zügig geklärt werden können. So kann das eigentliche Ver-fahren ohne Verzögerungen durchgeführt und mit dem Bau der Brücke als-bald möglich begonnen werden“, so Anne Lütkes heute in Duisburg.
Nicht zuletzt wurde auch die Situation im weiteren Umfeld betrachtet und über den Zustand anderer Brücken in der Region gesprochen. Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, verdeutlichte: „Sämtliche Baustellen auf den Autobahnen und innerhalb der Städte müssen so koordiniert und getaktet werden, dass sie das Verkehrssystem verkraftet. Daran müssen alle gemeinsam arbeiten. Ganz oben auf der Agenda steht: die Erreichbarkeit unserer Region zu sichern.“
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