Nichtraucherschutz rettet Leben

Wann? 30.07.2012 07:00 Uhr
Wo? DAK-Gesundheit, Landfermannstraße 6, Altstadt, 47051 Duisburg DE
Duisburg: DAK-Gesundheit | Nichtraucherschutzgesetze retten Leben
Deutlicher Rückgang von Angina pectoris und Herzinfarkten festgestellt

-Seit Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland gibt es deutlich weniger Herzinfarkte und deren Vorstufe (Angina pectoris). Weniger Qualm bedeutet weniger Herzerkrankungen - eine einfache Formel für die Gesundheit, wie eine aktuelle Studie der DAK-Gesundheit nun bestätigt.

-Krankenhausdaten von mehr als drei Millionen Versicherten der Kasse wurden über fünf Jahre ausgewertet. Damit ist diese Studie* die bisher größte weltweit und in Deutschland die erste zu diesem Thema – und schließt somit eine Forschungslücke.

-Signifikanter Rückgang
Wie die Studie der DAK-Gesundheit zeigt, gingen nach der sukzessiven Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in den Bundesländern zwischen August 2007 und Juli 2008 die stationären Behandlungen infolge einer Angina pectoris um 13 Prozent, aufgrund eines Herzinfarktes um acht Prozent zurück.

-Im Jahr nach der Einführung konnten deshalb allein bei der DAK-Gesundheit 1.880 Krankenhausbehandlungen verhindert und Kosten in Höhe von 7,7 Millionen Euro eingespart werden.

-„Die Ergebnisse unserer Studie machen deutlich, wie groß die Bedeutung der Nichtraucherschutzgesetze für die Gesundheit ist“, betont Alexander DAK-Gesundheitsexperte und Leiter DAK Servicezentrum Duisburg. „Und sie zeigt, dass diese Gesetze effektiv die Gesundheit der Menschen in unserem Land schützen.“

-Strikte Gesetze – gesunde Bevölkerung
Je strikter die Gesetze, desto größer der Rückgang der Herzerkrankungen. Dies verdeutlicht die aktuelle DAK-Studie im Vergleich zu anderen internationalen Studien (beispielsweise in den USA und Schottland).

Die DAK-Gesundheit appelliert deshalb an die Verantwortlichen in Bund und Ländern, den Ergebnissen Rechnung zu tragen und für ein einheitliches und ausnahmsloses Rauchverbot zu sorgen. „Bayern kann hier mit seinem konsequenten Nichtraucherschutz als Blaupause für andere Bundesländer dienen“, sagt Ochtrop. „Die dortigen Regelungen sind ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung.“

Bevölkerung steht hinter den Gesetzen
Auch die Menschen in Deutschland stehen hinter den Gesetzen. Wie eine repräsentative Forsa-Umfrage** der DAK-Gesundheit zeigt, finden 82 Prozent der Befragten die Nichtraucherschutzgesetze gut – sogar 68 Prozent der Raucher sagen das. Immerhin 63 Prozent gaben an, dass sie sich früher häufig durch den Rauch belästigt gefühlt haben. Knapp ein Viertel geht seither öfter in Cafés und Restaurants.

Kasse hilft beim Rauchstopp
Wer dem Glimmstängel entsagen will, wird dabei von der DAK-Gesundheit unterstützt. Die Kasse bietet neben den klassischen Präventionsprogrammen zwei zielgruppenspezifische, online-basierte Angebote an: „Just be smokefree“ und „Rauchstopp“ (www.justbesmokefree.de ww.justbesmokefree.de und www.dak-rauchstopp.de)

*Alle Bundesländer haben zwischen August 2007 und Juli 2008 Nichtraucherschutzgesetze implementiert. Die DAK-Gesundheit hat eine Vorher-Nachher-Studie über den Zeitraum 1. Januar 2004 bis einschließlich 31. Dezember 2008 für eine Kohorte von 3.700.384 Personen im Alter von 30 Jahren und älter durchgeführt (anonymisiert). Alle Personen waren bei der DAK krankenversichert. Registriert wurden die Hospitalisierungsraten für Angina pectoris und akutem Myokardinfarkt (AMI) sowie die damit verbundenen Behandlungskosten. Die Studie wird in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Clinical Research in Cardiology“ veröffentlich.
**Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit, 1.000 Befragte, 3. bis 7. Februar 2012.

Todesursache Nummer Eins
Die häufigste Todesursache in Deutschland ist eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2010 allein 41 Prozent aller Sterbefälle hierdurch verursacht. Insgesamt starben rund 353.000 Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, davon knapp 60.000 an einem Herzinfarkt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Meistgelesene Beiträge des Autors

1 Bild

Sozialwahlen 2011

Alexander Ochtrop aus Duisburg | am 19.04.2011

Sozialwahl: Rund 48 Millionen Versicherte zur drittgrößten Wahl in Deutschland aufgerufen Hans-Werner Veen, Bundesvorsitzender der BfA-Gemeinschaft: Demokratie heißt wählen Düsseldorf, 31. März 2011. Neben sieben Länderparlamenten werden in diesem Jahr auch die Parlamente der Sozialversicherungen neu gewählt. Die Sozialwahl 2011 ruft rund 30 Millionen Beitragszahler und Rentenempfänger der Deutschen Rentenversicherung Bund...

2 Bilder

Schülerjobs

Alexander Ochtrop aus Duisburg | am 24.04.2012

Duisburg: DAK-Gesundheit | Ohne Moos nix los - Mit kleinen Jobs das Taschengeld aufbessern Überlegst, dein Taschengeld etwas aufzubessern? Da bist du nicht allein, denn etwa jeder dritte Schüler verdient sich etwas Geld dazu. Natürlich nicht nur für Geschenke, sondern auch für Klamotten, Kino oder den ersten Urlaub mit Freunden. Jobben kann auch bei der Berufswahl helfen. Außerdem lernst du, dir die Zeit einzuteilen und gut mit Geld umzugehen....

2 Bilder

Die Ausgelernten übernehmen das Kommando

Alexander Ochtrop aus Duisburg | am 18.04.2013

Duisburg: DAK-Gesundheit | Azubis „übernehmen“ für zwei Woche das Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Duisburg - Familientag mit Gesundheits-Aktionen am 2. Mai als Höhepunkt des Nachwuchsprojektes Einmal Chef sein – davon können junge Menschen in der Berufsausbildung oft nur träumen. Nicht so bei der DAK in Duisburg. Wer vom 22. April bis 3. Mai das Servicezentrum in der Landfermannstraße 6 betritt, dürfte erstaunt sein. Hinter den Schreibtischen...