Serm wartet auf den schnellen Anschluss an den "Welt Weiten Wahnsinn"

 

Zu einer Infoveranstaltung zum Thema „VDSL“ hatte nun der Bürgerverein Serm in den Landgasthof Schenke eingeladen. Gut 50 Sermer waren gekommen, um mit Stefan Bender (TELEKOM Service Mitarbeiter) und Jürgen Andziewicz (Netzbetreuung TELEKOM) über Lösungen bei dem Problem des fehlenden VDSL Empfangs im Ort zu diskutieren.

Hintergund: VDSL ist eine neue Technik der Datenübertragung über Glasfaserkabel, die ab einem Verteiler wieder die bestehende Kupferleitung zum Haushalt benutzt. Zur Umsetzung des Glasfasersignals auf die Kupferleitungen werden spezielle Anschlüsse, sog. „Ports“ verwendet.

Für eine Kupferleitung mit der das bisherige ADSL übertragen werden konnte ist die Wegstrecke vom Einspeisungspunkt bei REWE in Hüttenheim zu weit, um Datenraten von mehr als 2000 kBit/s (DSL 2000) übertragen zu können. Diese Datenraten gelten auch nur für die in Serm dem Einspeisungspunkt am „Kasselle Pitter Platz“ am nächsten gelegenen Haushalte. Der Verteilerkasten am Festplatz ist noch mit Kupferkabeln ausgestattet. Es sollte aber möglich sein ihn auf Glasfaser umzurüsten und die notwendigen Ports zu installieren. Weiter entfernt kommen teilweise nur 384 kBit/s an. Und, neue ADSL-Strecken aus Kupfer werden nicht mehr verbaut.

Derzeit gibt es für Serm eine Glasfaserleitung, die auf drei Verteilerkästen im Ort geführt wird. Von dort aus können die einzelnen Haushalte, wie bisher, über die bestehenden Kupferleitungen angeschlossen werden.

Rainer Kreh, der 1. Vorsitzende des Bürgervereins zeigte auf einem Luftbild den Plan des bestehenden Ausbaugebietes. Und hier gibt es in Serm eben große Lücken.

Was viele Sermer wundert, dass insbesondere das Neubaugebiet am Ortseingang im ehemaligen Gelände der Ziegelei nicht mit der modernen Leitungstechnik ausgestattet wurde. Dieses sei bei der Zentralisierung der TELEKOM leider nicht mehr gegeben, erklärte Stefan Bender.

Für ihn ist es jedoch wichtig, zufriedene Kunden zu haben. Daher auch die Bemühungen, im Rahmen solcher Versammlungen aufzuklären. In Mündelheim habe man dieses Problem auch lösen können.

Es sind allerdings genügend Rückfragen notwendig, damit eine Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Ein Faktor sei auch die Altersstruktur in dem betroffenen Bereich. Entsprechende Analysen gibt es vor einer mit Kosten verbundenen Baumaßnahme auf jeden Fall. Davon ist das Ergebnis zur Umrüstung abhängig.

Doch mit einem Bürgerverein als Lobby sei der Nachdruck besser gegeben, denn in einer solchen Gemeinschaft kann man mehr erreichen. Dieser will nun die Eingaben aus dem Ort sammeln und als Paket an die TELEKOM schicken.

Ein Lösungsansatz sei, dass man TELEKOM klarmachen wolle, dass die Neueinrichtung, bzw. der Ausbau der VDSL Verteiler in Serm wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch sei es wichtig, dass möglichst viele Sermer ihr Interesse an VDSL zum Ausdruck bringen.

Auf der Webseite des Bürgervereins finden die Sermer ein Formular, mit dem diese Ihr Interesse mitteilen können:

Dabei sei es nicht wichtig, ob man derzeit einen Vertrag bei einem „Mitbewerber“ der TELEKOM hat. Auf dem Formular kann man ruhig mitteilen, warum man zu einem solchen gewechselt hat (z.B. Unzufriedenheit mit dem Service der Telekom, nicht eingehaltene Zusicherungen von Leistung, etc.)

„Je mehr Interessenten sich melden, umso mehr Gewicht bekommt diese Aktion. Sprechen Sie eventuell auch mit Ihren Nachbarn über diese Aktion. Man kann das Formular per E-Mail an den Bürgerverein schicken. Wir werden die Antworten sammeln und geschlossen an die TELEKOM weiterleiten!“ so Vorsitzender Rainer Kreh vom Bürgerverein.

Auf die Bemerkung, dass das Formular auf der Webseite herunter geladen werden kann gab es allerdings das süffisante Schlusswort eines Teilnehmers: „Wenn es denn klappt!“

Hier der Link zum download des Formulars:

http://www.buergerverein-serm.de/Umfrage%20VDSL.ht...

Die Fotos stammen allesamt von LOKALKOMPASS Kollege Detlef Schmidt!

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