"Stimme des Ruhrgebiets" Werner Hansch war Talkgast beim 38. Landhaustreff im Landhaus Milser

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  Das war schon ein ganz besonderer Talkgast, den Manni Breuckmann beim letzten Landhaustreff in diesem Jahr im Hotel Landhaus Milser als Interviewpartner begrüßen konnte.

Es war kein Geringerer als sein Mitstreiter am Mikrofon, Werner Hansch. Wer kennt ihn nicht, den Mann, den viele der gut 120 Gäste, die wieder zu dem großen gesellschaftlichen Ereignis im Duisburger Süden gekommen waren. noch von seinen Berichten im Radio kannten.

Vor dem Talk servierte die Küche "Kürbissuppe mit Kokosschaum und Zimtcroutons".

Und natürlich trafen hier zwei Vollblut Fußball Moderatoren aufeinander, die beide voll und ganz in ihrem Element waren. Die beiden Urgesteine plauderten locker über die Höhepunkte im Leben des Moderatorenlebens von Werner Hansch und so manche Anekdote wurde wieder wach.

Sprüche wie „Wer hinten offen ist, der kann nicht ganz dicht sein!" oder die Geschichte vom „Geilen Tor" wurden noch einmal lebendig und das Publikum genoss sichtlich die humorvollen Erinnerungen.

Breuckmann hatte so manchmal das Gefühl, als wären er und Hansch die zwei Opas aus der Muppet-Show.

Doch gibt es auch einen Einblick in das Leben von Werner Hansch, der im nächsten Jahr 80 Jahre alt wird.

Als Kind des Ruhrgebietes er wurde 1938 in Recklinghausen geboren, begann er seine Karriere als Sprecher auf der Trabrennbahn, was bei seinem ersten Einsatz als Radiomoderator bei einem Schalke Spiel dazu führte, dass er Torwartlegende Norbert Niegbur mit der "Startnummer 1“ ankündigte. Das Lachen der Zuhörer wollte gar nicht enden.

"Ich hatte damals doch noch keine Ahnung vom Geschäft!" so Hansch im Rückblick.

1978 hatte Hansch seine Moderator Karriere dann beim WDR begonnen. 1990 ging es dann zur ARD-Sportschau und dann nach SAT1.

Die Erinnerung geht auch auf den 21. Mai 1997 als Hansch das Final-Rückspiel von Schalke 04 in Mailand moderierte, bei dem „sein Verein“ den UEFA-Pokal durch Elfmeterschießen gewann.

Damals entstand die Legende von den "Euro-Fightern"! Und eine der Legenden war beim Landhaustreff mit dabei. Ingo Anderbrügge, der damals als erster Elfmeterschütze traf.

Ein wenig ernst wird es bei den Kindheitserlebnissen und Erinnerungen an seinen Vater, der Bergmann, der als KPD Mitglied unter den NAZIS zu leiden hatte und später in das KZ Buchenwald verbracht wurde.

"Mein Vater kam aus Polen und war damals sozusagen ein Arbeitsmigrant!"
erklärt Werner Hansch voller Stolz.

Auch die Erzählung über seinen guten Freund Rudi Assauer stimmen die Anwesenden sehr nachdenklich.

Werber Hansch engagiert sich für dessen Stiftung und er berichtet:

„Es geht ihm nicht gut. Ich bin sicher, er erkennt mich nicht mehr."

Es wird still im Saal.

Zum Abschluss spart Hansch auch nicht mit Kritik an der heutigen Entwicklung im Profi-Fußball:

„Das ist Kapitalismus pur!“

Dieser Talk war für die Anwesenden wieder einmal abwechslungsreich und gab den Einblick in das Leben eines Profis am Mikrofon und in seiner Art einmaligen Moderators, der mit einem Riesenapplaus verabschiedet wird.

Als Hauptspeise wird ein "Filet Mignon mit gratiniertem Fenchel und Kartoffeln" serviert,

Musikalisch hat man mit Sophie Schwerthöffer ein Nachwuchstalent in den Landhaustreff geladen, die mit ihrer Stimme das Publikum beeindruckt und zu Beifallsstürmen hinreißt.

Bereits vor drei Jahren ist sie schon einmal hier aufgetreten und man erkennt, welche Fortschritte die junge Sängerin aus Dorsten in dieser Zeit gemacht hat und dass sie in der Zukunft die Karriereleiter noch weiter emporsteigen wird.

Die Gäste hören das "Lied an den Mond" aus "Rusalke", "Quando m'en vo" aus "La Bohème" und "Nessun dorma" aus "Turandot", das sich Gastgeber Rolf Milser gewünscht hat.

Als Zugabe ist "Una donna a quindici anni" zu hören. Mit stehenden Ovationen verabschieden sich die Zuhörer von der begnadeten Sängerin.

Die Nachspeise “Tortino al Limone con Cioccolato Amaro” rundete den gelungenen 38. Landhaustreff kulinarisch ab.

Der nächste Landhaustreff findet am 29. Januar 2018 statt.
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