Zinkhüttensiedlung in Duisburg-Hamborn verkauft

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So wurde einst um das FOC gekämpft. Foto: Archiv
Duisburg: BI Zinkhüttenplatz |

Aufatmen in Hamborn: Nach dem Aus für das Factory Outlet Center hat der bisherige Eigentümer Immeo SE die Zinkhüttensiedlung in dieser Woche an die Düsseldorfer Firma Brune Real Estate verkauft.

Wie Vorstand Walter Brune mitteilte, dürfen alle Mieter, die dort noch wohnen, auch dort bleiben. Alle inzwischen ausgezogenen Mieter - etwa drei Viertel der gesamten Mieterschaft - können, wenn sie wollen, zurückkehren. Brune versprach, dass jeder seine Wohnung zu den gleichen Bedingungen wie vorher zurückbekommen wird.
Bei Verkündung der guten Nachricht sparte der Städteplaner, Architekt, Investor und Bauherr nicht mit Kritik an dem geplatzten Outlet-Center-Projekt. „Das wäre verheerend gewesen für Duisburg“, so der 90-Jährige. „Gott sei Dank ist das Center gestorben - und Duisburg vielleicht gerettet.“ Natürlich müsse es preiswerte Angebote in einer Stadt geben - Beispiel Primark, Beispiel KiK -, dann aber bitte in der City. Die Königstraße habe durchaus Potenzial, sich so prächtig zu entwickeln wie ihre Quasi-Namensvetterin in Düsseldorf.
Doch zurück in den Duisburger Norden: Schon ab 1. Juli soll es direkt vor Ort in der Zinkhüttensiedlung ein Vermietungsbüro geben, das für die alten und neuen Mieter zuständig ist. Ehemalige Mieter können ihre alten Wohnungen in ihrem jetzigen Zustand übernehmen. Für Wohnungen, die renoviert werden müssen, soll es moderate Mieterhöhungen geben. Keineswegs sollten sich diese in einem Bereich bewegen, wie sie bereits für einige Neubauten in Duisburg gezahlt werden. Eigentumswohnungen seien nicht geplant, so Brune: „Geld verdienen steht für mich nicht im Vordergrund.“

Neuer Name: Zinkhüttenpark


Aus der Zinkhüttensiedlung soll insgesamt eine Wohnanlage mit viel Grün werden, die dann den Namen "Zinkhüttenpark" tragen wird: „Der neue Name soll für etwas Positives stehen.“ Weil die Grünecken nicht mit Fahrzeugen zugestellt werden sollen, könnte noch eine Tiefgarage dazu gebaut werden.
Auf die Frage, wieviel Walter Brune für die Zinkhüttensiedlung auf den Tisch legen musste, zeigte sich der Investor zugeknöpft. Diese bewegten sich aber in dem Bereich, den auch die Stadttochter Gebag geboten habe, also etwa 15 Millionen. Dazu kämen sicherlich noch einmal ein bis zwei Millionen, die für die Renovierung ausgegeben werden müssten. Denkbar ist für Brune auch ein kleines Stadtteilzentrum mit Nahversorgung.
Für Gespräche mit der Stadt stehen Brune und sein Managing Director Karl-Heinz Wilting übrigens jederzeit zur Verfügung. Zufrieden sein dürften auf jeden Fall die etwa 100 verbliebenen Anwohner am Zinkhüttenplatz, die so lange für den Erhalt ihrer Wohnungen gekämpft haben. Walter Brune versprach jedenfalls: „Ich möchte diesen Menschen ihre Ängste nehmen und sie dazu bringen, dass sie wieder positiv in ihre Zukunft blicken können.“
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