Zwei Tote bei Explosion im Hafen

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Die Rauchwolke war auch in der Innenstadt zu sehen.
Gegen 8.40 ist es im Hafen auf dem Tankschiff "Julius Rütgers", das im Bereich der Schiffswerft Meiderich angedockt ist, zu einer Explosion gekommen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein dritter Arbeiter wird noch vermisst.

Der Knall der Explosion war bis in die angrenzenden Stadtteile zu hören, die Rauchwolke in der Innenstadt (Foto) und im Duisburger Norden zu sehen.

Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle und die Feuerwehr mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Die Rettungskräfte suchen fieberhaft nach dem Vermissten.

Die Polizei ist derzeit mit Hilfe des Polizeihubschraubers, den Beamten der Einsatzhundertschaft und Tauchern im Einsatz. Der Brandsachverständige und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Notfallseelsorger sind vor Ort und betreuen die Anwesenden.

Die Schlickstraße ist gesperrt.


Hier noch die Pressemitteilung der Feuerwehr:

Die Feuerwehr Duisburg wurde am Donnerstag, 31. März, um 8.41 Uhr zur Neuen Ruhrorter Schiffswerft an der Schlickstraße 15 in 47138 Duisburg alarmiert. Dort hatte es eine Explosion auf dem Motorschiff „MS Julius Rütger“ gegeben.

Die sieben Minuten nach der Alarmierung eintreffenden Einsatzkräfte stellten fest, dass das Vorschiff in voller Ausdehnung unter Rauchentwicklung brannte. Das Schiff hatte ursprünglich einen brennbaren Stoff geladen, der Laderaum war aber leer. Zwei Personen wurden außerhalb des Schiffes tot aufgefunden. Eine dritte Person wird noch vermisst. Drei leichtverletzte Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser transportiert.

Die Feuerwehr hat sofort mit der Versorgung der Verletzten und der Suche nach der vermissten Person begonnen. Parallel dazu wurde der Brand auf dem Schiff mit Landkräften und unter Einsatz des Feuerlöschbootes vom Wasser aus bekämpft. Der Brand war gegen 9:30 Uhr unter Kontrolle.

In der ersten Phase des Einsatzes war eine größere Rauchwolke über der Einsatzstelle sichtbar.
Der Rauch verzog sich aber in die Höhe. Nach Einleitung der Brandbekämpfung ließ die Rauchentwicklung schnell nach. Wegen der Auflösung der Rauchwolke in höhere Schichten bestand keine Gefahr für die Menschen in der Umgebung.

Die Feuerwehr Duisburg ist mit 55 Einsatzkräften vor Ort (2 Einheiten der Berufsfeuerwehr, ein Löschzug Freiwillige Feuerwehr, Feuerlöschboot, Sonderfahrzeug mit Schaum). Der Rettungsdienst der Stadt Duisburg war mit elf Kräften vor Ort. In der Leitstelle wurde eine rückwärtige Einsatzunterstützung mit zehn Führungskräften eingerichtet. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzen zwei Wachen der Berufsfeuerwehr und stellen damit den Brandschutz sicher.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Suche nach der vermissten Person wird auch außerhalb des Schiffes fortgesetzt. Die Nachlöscharbeiten dauern bis zum Nachmittag an.
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1 Kommentar
31.010
Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 31.03.2016 | 15:10  
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