André Lotterer wurde in Brasilien Vize-Weltmeister in der WEC

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André Lotterer in Sao Paulo (Foto: Audi/Motorracetime.de)
 
André Lotterer auf dem Weg zur Vizemeisterschaft in der WEC (Foto: Audi/Motorracetime.de)
Beim letzten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in São Paulo sicherte sich der Duisburger André Lotterer im Audi R18 e-tron quattro mit seinen Teamkollegen Benoît Tréluyer und Marcel Fässler mit dem fünften Gesamtrang die Vize-Weltmeisterschaft. Das Trio kämpfte sich nach einer sehenswerten Aufholjagd im Audi R18 e-tron quattro Nummer 2 vom letzten bis auf den fünften Platz nach vorne. Mit dem dritten Platz vom Schwesterauto mit Tom Kristensen dem neunmaligen Le-Mans-Sieger, Lucas di Grassi und Loïc Duval sicherte sich die Marke mit den vier Ringen Platz zwei in der Herstellerwertung.

Für den Duisburger André Lotterer lief es im Qualifying zum 6-Stunden Rennen gut. Auf der 4,309 Kilometer langen anspruchsvollen Berg- und Talbahn von São Paulo sicherten er sich die beste Ausgangsposition innerhalb des Audi Sport Team Joest für das Rennen. Die Piloten der Nummer 2 starteten mit einer kombinierten Rundenzeit von 1.18,889 Minuten aus der zweiten Reihe. Das Schwesterauto mit der Nummer 1 verschaffte sich einen Platz in Reihe drei der Startaufstellung. Mit ihrer Zeit von 1.18,983 Minuten waren Lucas di Grassi/Loïc Duval/Tom Kristensen ganze 63 Tausendstel langsamer als der fünfplatzierte Toyota. In der ersten Startreihe standen die Porsche 919 Hybrid mit Timo Bernhard / Brendon Hartley /Mark Webber und Romain Dumas / Neel Jani / Marc Lieb.

André Lotterer (Audi R18 e-tron quattro #2): „Das Ergebnis war positiv. Schon am Freitag sind wir mit der Strecke ganz gut zurecht gekommen. Es kann durchaus helfen, dass wir etwas weiter vorn stehen als in den vergangenen Rennen. Hoffentlich können wir unsere Stärken im Rennen ausspielen.“

Der Start zum Rennen verlief für die Mannschaft rund um André Lotterer schlecht. Nachdem Startfahrer Benoît Tréluyer in der ersten Rennrunde einen Systemneustart vornehmen musste und bis ans Ende des Feldes zurückfiel, begann seine Jagd nach vorn. Bereits nach 30 Minuten hatte sich der Franzose wieder bis auf Platz sechs vorgekämpft. Teamkollege André Lotterer unterstrich mit der schnellsten Rennrunde das Tempo der Nummer 2. Die Weltmeister von 2012 belegten am Ende nach der Reparatur von Karosserieschäden den fünften Rang. Nach einem Unfall von Mark Webber im Porsche, der für den Australier glimpflich ausging, beendete ein Safety-Car-Einsatz das Rennen.

Sieger wurde das Porsche 911 Hybrid mit den Piloten Dumas/Jani/Lieb, gefolgt von Toyota mit Buemi/Davidson und Audi mit Di Grassi/Duval und Tom Kristensen, der nach vielen Jahren seine Rennsportkarriere beendete.

André Lotterer (Audi R18 e-tron quattro #2): „Wir haben zum Schluss noch einmal ein starkes Rennen gefahren. Ich freue mich besonders für Tom Kristensen, der sein Karriereende mit einem weiteren Podestplatz krönt. Wenn eine Rennlegende wie er seinen Helm an den Nagel hängt, ist das wirklich etwas Besonderes. Er war ein Vorbild für mich und hat mich stets inspiriert. Unser Rennen ist eigentlich bis auf ein paar Probleme, die uns leider das Podium gekostet haben, gut verlaufen. Ich hatte Spaß am Auto und das Tempo hat ebenfalls gepasst. Wir konnten auch die schnellste Rennrunde verbuchen.“

Tom Kristensen (Audi R18 e-tron quattro #1): „Vielen Dank an alle! Mein erstes Rennen mit Audi habe ich 2000 in Sebring auf dem Podium beendet, zum Schluss meiner Karriere stehe ich wieder auf dem Treppchen. Und das nach einem schwierigen Rennen. Um uns einen weiteren Boxenstopp zu ersparen, mussten wir zum Ende hin sparsamer fahren. Das traf dann mich. Es wurde noch einmal spannend, bis das Safety-Car kam. Glückwunsch an Porsche zum ersten Sieg und an Toyota zum Titel. Und ich freue mich, meine Karriere bei Audi mit dem besten Team der Welt verbracht zu haben. Emotional war es das beste Wochenende meiner Karriere.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Das war ein sehr emotionales Wochenende. Es war super, dass Tom Kristensen in seinem letzten Doppel-Stint noch den Podiumsplatz verteidigt hat. Uns ist in Brasilien ein versöhnliches Ende der FIA-WEC-Saison gelungen. Es ist schön, dass wir es auf das Podium geschafft haben, aber unser Ziel ist es natürlich, ganz oben zu stehen.“
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