Die Oldies der Herren 3 besiegen den Moerser TV fast im Alleingang

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Duisburg: TH Franz-Haniel-Gymnasium | Die Ausgangsposition der Herren 3 der BG Duisburg-West im Heimspiel gegen den Mitkonkurrenten Moerser TV waren denkbar ungünstig. Aufgrund zahlreicher Absagen bekam man nur fünf Spieler zusammen, die folglich 40 Minuten durchspielen mussten; und das neben dem Rookie Alexander Hain noch mit den beiden Oldies Sven Pauls und ü60-Spieler Udo Joosten. Die Gäste witterten bei dieser Konstellation sichtlich Morgenluft und planten mit einem Auswärtssieg.

Das Spiel der BGler war dementsprechend darauf angelegt, hinten gut zu verteidigen, dem Gegner möglichst wenig Freiräume in der Nähe des Korbes einzuräumen sowie bei eigenem Ballbesitz den Angriff sorgfältig auszuspielen, die 24 Sekunden Angriffszeit optimal auszuspielen und freie Wurfmöglichkeiten zu nutzen. Zwar gelang den Gästen direkt zu Beginn ein Dreier. In der Folge machte sich dann aber die clevere Spielweise der Westler bezahlbar. Zumal Udo Joosten einen Sahnetag erwischte. Direkt in der Anfangsphase fanden zwei Dreier sein Ziel –am Ende kam er auf insgesamt sieben Dreier. So konnten die Duisburger bis zur Mitte des Drittels eine 10:3 Führung herausspielen. Ein Rückstand, der die Moerser zunächst noch nicht irritierte. Sie antworteten mit zwei eigenen Dreiern und konnten den Rückstand in eine 14:16 Pausenführung drehen.

Doch was dann im zweiten Viertel passierte, werden die Beteiligten so schnell nicht vergessen. Denn während die Gäste in den ersten fünf Minuten des Viertels lediglich zu einem erfolgreichen Dreier kamen, zerlegte Udo Joosten die Defense der Moerser regelrecht in die Einzelteile. Nicht nur, dass er zwei weitere Dreier erfolgreich versenkte. Entweder schickte er mit zentimetergenauen Pässen Erik Jensen auf die Reise, der dann die so eingeleiteten Fastbreaks zumeist mit Punkten abschloss. Oder sein Zuspiel fand Sven Pauls am gegnerischen Korb, der von den Gegenspielern nicht mehr zu stoppen war. So erspielten sich die Duisburger in knapp fünf Minuten eine deutliche 39:19 Führung. In der restlichen Spielzeit des Viertels agierten die Westler ökonomisch; waren mehr darauf bedacht, mit den Kräften zu haushalten. So konnten die Gäste bis zur Halbzeitpause noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben und den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 46:32 verkürzen.

Die Devise der BGler für den zweiten Durchgang war klar. Einerseits zwar weiter ökonomisch zu spielen; dabei aber auch darauf zu achten, dass die Gegner den Weg zurück ins Spiel nicht finden würden. Da die Moerser kaum einen Weg in die Zone der Duisburger fanden, versuchten sie es immer mehr –zumeist erfolglos- mit Distanzwürfen. Und hier sorgten insbesondere Alexander Hain und Julian Graßhoff-Frias bei den Rebounds dafür, dass die körperlich überlegenen Gäste keine zweite Chance mehr bekamen. So verlief das Viertel bis in die Schlussphase des Viertels ausgeglichen. Dann zogen die beiden Oldies der BG noch einmal kurz das Tempo an, um den Vorsprung noch einmal auszubauen und den Gästen jegliche Hoffnung zu rauben, das Spiel im Schlussviertel vielleicht doch noch einmal drehen zu können. Mit einem 13:0 Lauf wurde der Vorsprung bis zum Viertelende auf 67:39 ausgebaut.

Und spätestens mit fünf weiteren Punkten von Udo Joosten mit Beginn des Schlussviertels zum 72:39 war auch dem letzten Betrachter des Spieles klar, dass der Sieg den Duisburgern nicht mehr zu nehmen sein würde. Die BGler agierten auch in der restlichen Zeit souverän. Und so konnten die Gäste in den beiden letzten Minuten mit drei ihrer insgesamt 13 erfolgreichen Dreier dafür sorgen, dass die BGler „nur“ mit 88:60 gewannen.

Coach Andreas Rimpler war nach dem Spiel voll des Lobes: „Das Spiel war erneut ein Beleg dafür, dass Mannschaften, die nur zu fünft antreten, immer wieder eine besondere Leistung abliefern. In Kenntnis der Lage konzentrieren sich die Spieler besonders. Und so war es auch heute. Respekt was Alex und Julian unter den Körben geackert und Rebounds geholt haben, obwohl sie regelmäßig den Gegnern körperlich unterlegen waren. Chapeau vor Erik, der die Außenbahnen immer wieder rauf und runter gesprintet ist und ein ständiger Unruheherd war. Meine größte Hochachtung aber gehört den beiden Oldies. Die Übersicht und Passgenauigkeit von Udo, die Treffsicherheit seiner Dreier, für einen Trainer einfach nur eine Augenweide. Und Sven, der ein ums andere Mal am gegnerischen Korb sich durchgesetzt und fast schon traumwandlerisch getroffen hat. Mit 31 Punkten hat er alleine halb so viele Punkte, wie der Gegner. Und dann noch 12 von 16 Freiwürfen zu treffen, von einer solchen Quote träumt so mancher Bundesligaspieler. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Jungs durchspielen mussten, also keine Möglichkeit zur Regeneration auf der Auswechselbank hatten.“

Es spielten:
Sven Pauls (31 Punkte), Udo Joosten (26/7 Dreier), Erik Jensen (16), Alexander Hain (11), Julian Graßhoff-Frias (4)
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