Ein gefühlter Sieg

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Zebras schaffen ein torloses Remis gegen Kaiserslautern

Als die Spieler nach dem Spiel zu ihren Fans kamen, hätten man meinen können, sie hätten drei und nicht nur einen Punkt geholt.Nach einer großen Kampfmoral verhinderte der MSV gegen den Tabellendritten Kaiserslautern eine Niederlage, mit der viele gerechnet haben. Einen rabenschwarzen Tag hatte Schiedsrichter Thorsten Schriever. Innerhalb der ersten zehn Minuten lag der Unparteische mindestens fünf mal falsch. Der erste fatale Fehler gelang ihm, als Brandy für alle 13700 Fans in der Schauinslandreisen- Arena sichtbar im Strafraum niedergerungen wurde. Bis auf Felix Wiedwald, der ein fehlerloses Comeback feierte, rannten alle Zebras erst auf den Schiedsrichter, anschließend auf den Assistententen zu. "Schieber- Rufe" erfüllten das Stadion und offensichtlcih war damit nicht der Dortmunder Stürmer gemeint.

Doch parteisch war er nicht, denn nur ein paar Minuten später, hätte sich Kaiserslautern einen Elfmeter verdient gehabt. Ob das ausgleichende Gerechtigkeit war, ist eine andere Frage. Nach weiteren hektischen Aktionen und einigen Rudelbildungen musste Schiever den Duisburger Sukalo vom Platz stellen, der Baumjohann eine Kopfnuss verpasste und sich anschließend selbst am Boden wälzte. Eine Kopie der legendären Aktion von Norbert Meier gegen Albert Streit. Duisburg war also nur noch zu zehnt, in einem Spiel was nur zwei Chancen bisher beinhaltete. Wiedwald parierte eine eins zu eins Situation gegen Idrissou und Bunjaku scheiterte am Aluminium. Idrissou, der bei seiner Rückkehr nach Duisburg nicht gerade herzlich empfangen wurde, flog schließlich wegen wiederholtem Foulspiels in der 61. Miute vom Platz, sodass zehn Duisburger gegen zehn Lauterer spielten.

Jovanovic und Sukalo gesperrt

Trotz deutlich mehr Platz auf dem Feld konnte sich keine Mannschaft ernsthafte Chancen herrausspielen. Keiner hatte den Sieg verdient, doch für die Zebras war es ein gefühlter Sieg. Am Freitag im Revierderby gegen Bochum muss Coach Kosta auf den Rot- Gesperrten Sukalo und Ranislav Jovanovic verzichten, der sich in der Begegnung die fünfte gelbe Karte abholte. Ein Sieg wäre mal wieder fällig, denn in der Woche danach, wenn Tabellenfrüher Braunschweig an die Wedau kommt, wird für den MSV kaum was zu holen sein.
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