Herren 3 verlieren das Verfolgerduell

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Duisburg: TH Franz-Haniel-Gymnasium | Im Heimspiel der Herren 2 der BG Duisburg West gegen die Herren 4 der BG Kamp-Lintfort ging es maßgeblich um die Frage, welche Mannschaft den dritten Tabellenplatz sich sichern und den beiden Führungsmannschaften auf den Fersen bleiben würde: ein Lokalderby und Verfolgerduell in Einem. In diesem wichtigen Spiel mussten die Gastgeber allerdings auf ihren Kopf Udo Joosten verzichten.

Entsprechend umkämpft startete die Partie und die Führung wechselte fast im Minutentakt. Jede Mannschaft fand auf eine vorangegangene Aktion des Gegners umgehend die bessere Antwort. Erstmals in den letzten Minuten des ersten Viertels konnten sich die Gäste mit einem 0:8 Lauf zur 13:19 Viertelführung etwas von den Westlern absetzen.

Auch wenn den Gästen der bessere Start in das zweite Viertel gelang und sie die Führung direkt auf 133:22 ausbauten, konnte noch lange nicht von einer Vorentscheidung gesprochen werden. Denn die Duisburger kämpften sich verbissen langsam wieder heran und verkürzten den Rückstand bis zur 17. Minute wieder auf 25:28. Ein Kampf, der offensichtlich Kraft gekostet hatte; Kraft die zum Ende des Viertels etwas fehlte, als der eine oder andere mögliche einfache Punkt unkonzentriert liegen gelassen wurde und sich die Lintforter bis zur Halbzeitpause wieder etwas deutlicher mit 30:36 absetzen konnten.

Das dritte Viertel startete äußerst zerfahren. Beide Mannschaften ließen Punkte liegen. In dieser Phase merkte man auf Seiten der Gastgeber schmerzlich das Fehlen des Kopfes der Mannschaft, der es in solchen Phasen immer versteht Ruhe auf die Mitspieler zu übertragen. Während die Westler sieben Minuten lang in der Offense erfolglos blieben, konnten sich die Gäste mit 30:43 weiter absetzen Gingen die letzten Minuten der ersten beiden Viertel an die Gäste, waren es aber nun die Duisburger, die einen 7:1 Lauf hinlegen und sich wieder auf 37:44 heranarbeiten konnten.

Im Schlussviertel wurde dann deutlich, dass die Gäste über die routinierteren Spieler verfügten. Denn während die Gastgeber immer hektischer im Versuch wurden, das Spiel noch einmal zu drehen, immer wieder in Einzelaktionen verfielen, spielten die Gäste ihre Angriffe clever aus, fanden immer wieder freie Mitspieler, die ihre Chancen dann nutzten. Bis zur Mitte des Schlussviertels konnten sich die Lintforter so entscheiden auf 39:54 absetzen und die Führung bis zum Ende locker mit 44:60 nach Hause schaukeln.

Coach Andreas Rimpler war nach dem Schlusspfiff sichtbar gefasst: „Gerade in solchen Spielen merkt man, wie wichtig doch letztlich langjährige Erfahrung ist. In den entscheidenden Phasen haben wir halt nicht clever genug gespielt, wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand, was gegen eine so erfahrene Mannschaft wie die Lintforter einfach nicht funktionieren kann. Die Jungs müssen halt begreifen, dass solche Spiele nicht über Einzelaktionen, sondern nur als Mannschaft gewonnen werden können.“

Es spielten:
Deha Özay (27 Punkte/4 Dreier), Nezih Boz (5), Julian Graßhoff-Frias, Sven Pauls (je 3), Berkant Bakici, Niklas Manteler, Sascha Poharc (je 2), Alexander Hain, Erik Jensen
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